Chorpremiere beim 40. Rollwaldfest

Neue Kirche stärkt das Wir-Gefühl

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Der neue Kinderchor der St. Matthias-Gemeinde hatte beim Rollwaldfest gestern seinen ersten Auftritt.

Rollwald - Die vor zwei Jahren geweihte Kirche hat dem Rollwälder Gemeinschaftsgefühl einen kräftigen Schub gegeben. Dieses Fazit zog Pfarrer Dr. Peter Eckstein gestern beim 40.

Rollwaldfest, das die Bewohner des südlichsten Rodgauer Stadtteils und ihre Gäste unter den blau-weißen Zelten zusammenrücken ließ. Seit vier Jahrzehnten feiern die Rollwälder ohne Unterbrechung in der Nahestraße Pfarrfest. 38 Jahre lang neben den alten Kirchenpavillons, seit 2014 neben der Kirche, die Kardinal Karl Lehmann geweiht hatte. Organisations-Chefin Brigitte Lorenz betonte gestern Mittag zunächst einmal die praktischen Vorteile, denn zum neuen Gotteshaus gehören auch eine komplett ausgestattete Küche und Lagerräume. „Früher haben wir für die Vorbereitung mindestens zwei Wochen gebraucht, heute geht das in ein paar Tagen“, sagte sie. Der Neubau motiviert offenbar die Leute, denn die Helfersuche war für Brigitte Lorenz ein Kinderspiel.

Pfarrer Dr. Peter Eckstein ist sicher: „Mit der Kirche haben wir jetzt einen Ort, der ein Zentrum nicht nur für Rollwälder und nicht nur für Katholiken ist.“ Ein schönes Beispiel dafür ist eine Gruppe Ober-Röder und Urberacher Christen, die samstagabends regelmäßig die 18-Uhr-Gottesdienste in Rollwald besucht und natürlich gestern mit feierte.

Pfarrer Dr. Peter Eckstein hieß beim Mittagessen eine Gruppe Rödermärker Christen, die in Rollwald eine neue kirchliche Heimat gefunden haben, willkommen.  

Die Rödermärker mögen die Atmosphäre in dem schlichten, aber keinesfalls nüchternen Sakralbau. Ähnliches sagten vor einigen Wochen auch die Nieder-Röder Firmlinge ihrem Pfarrer nach einem Jugendgottesdienst: Eine solch familiäre Stimmung könne es in der großen St. Matthias-Kirche nicht geben. Der Kirchenbau hat die Gemeinde noch enger zusammenrücken lassen, hat Pfarrer Eckstein in den vergangenen zwei Jahren festgestellt: Es gebe kein „Wir, die Nieder-Röder, und ihr, die Rollwälder“ mehr. Wie hoch die Akzeptanz des Neubaus ist, zeige die Tatsache, dass er jetzt schon abbezahlt ist. Allein mit Rollwälder Geld sei das nicht möglich gewesen.

Archivbilder

Fest zur Heilig-Kreuz-Kirche in Rollwald

Beim Gottesdienst des Rollwaldfestes gestern Morgen hatte der neu gegründete Kinderchor der St. Matthias-Gemeinde seinen ersten großen Auftritt. „Die fantastischen Stimmen“ sind rund 15 Kinder im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, die seit Februar gemeinsam singen. „Unser Chor hat sich aus der Sternsinger-Aktion entwickelt“, erklärt Dirigentin Marleen Martiny. Sie studiert in Frankfurt Musik und Lehramt und ist im Nieder-Röder Kulturleben eine feste Größe. Sie gibt bei zwei Kinderorchestern und dem Großen Konzertorchester des Musikvereins den Takt vor.

„Die fantastischen Stimmen“ können Verstärkung - vor allem männliche - gebrauchen. Wer mitsingen will, ist herzlich willkommen. Die Proben finden samstags von 11 bis 11.45 Uhr im Keller des Pfarrheims Nieder-Roden statt.

Für den 30 Aktive großen Rollwald-Kreis war die Arbeit mit dem Abbau des letzten Zeltes gestern Abend noch nicht zu Ende. Brigitte Lorenz und ihre Mitstreiter organisieren am 27. August noch das „Funzelfest“ und planen eine Ausstellung „40 Jahre Rollwaldfest“. Die soll die Entwicklung vom ersten Bier neben den provisorischen Holzpavillons bis zum Fest gestern dokumentieren. Die Bilder zeigen aber bestimmt auch ein gutes Stück Rollwald-Geschichte.

Quelle: op-online.de

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