CDU zu Sozialsiedlung

Neue Wohngebiete und kulturelle Vielfalt

Rodgau - Zum Wahlkampf-Endspurt nutzen Parteien und Wählervereine noch einmal die Chance, Schwerpunkte zu setzen.

Zur Diskussion um das CDU-Plakat „Wenn Sie hier keine Sozialsiedlung wollen . . .“ betont Heiko Lautenschläger von der CDU Rodgau-Mitte, seine Partei wolle kein „Reichen-Ghetto“ westlich von Jügesheim und Hainhausen. In einem Antrag zur Stadtverordnetensitzung am 18. Mai letzten Jahres hatte die CDU formuliert: „Es werden Flächen für Geschosswohnungsbau vorgesehen.“ Nun präzisiert die Union, sie habe gefordert, „nur bestimmte Flächen für den Geschosswohnungsbau vorzusehen“. Die CDU sei für den Bau von Sozialwohnungen, die Stadt müsse aber das alleinige Belegungsrecht haben.

Gegenwind kommt von der CDU Weiskirchen. Sie werde es „nicht zulassen, dass es einen neuen Stadtteil mit einer hohen Verdichtung an Wohnraum zwischen Hainhausen und Jügesheim gibt, ohne dass über den Weiterbau der Rodgau-Ringstraße nicht nur gesprochen, sondern über diesen auch positiv entschieden wird“, schreibt CDU-Ortsvorsitzende Anette Schweikart-Paul. Ihre Partei fordert ein Neubaugebiet „Im Hain“ zwischen Udenhout- und Bahnhofstraße, „in einem sehr attraktiven Bereich, nämlich in S-Bahn-Nähe“.

Bündnis 90/Die Grünen rücken die Kultur in den Mittelpunkt. Trotz Sparzwang sei es dem ehrenamtlichen Kulturdezernenten Werner Kremeier gelungen, Kultur vor Ort zu fördern, meint Fraktionsvorsitzender Benjamin Schwarz: „Die Förderung der kulturellen Vielfalt wurde innerhalb des Budgets originell und ideenreich realisiert.“ Die positive Resonanz auf das städtische Theater- und Kulturangebot sei an steigenden Besucherzahlen ablesbar. Die Grünen betonen, auch in anderen Politikbereichen habe sich seit 2006 viel verbessert.

Ticker zur Kommunalwahl in Rodgau

Frischen Wind ins Stadtparlament wollen die „Jungen Bürger Rodgaus“ bringen, der Nachwuchs des Vereins „Zusammen mit Bürgern“. Sechs junge Kandidaten von 18 bis 29 Jahren stehen auf der Liste. „Überparteilich, bürgernah und mit frischem Blick wollen sie neu denken und neue Wege gehen“, schreibt ZmB. Die jungen ZmB-Kandidaten bringen berufliche Kompetenz im Recht, in der Stadtplanung und im Steuerwesen mit. (eh)

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Quelle: op-online.de

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