Richtfest auf dem früheren Gelände der Sportvereinigung Weiskirchen

Neues Heim für alte Menschen

Alle Blicke waren nach oben gerichtet, als Zimmermann Christian Iebauer von der Niedernberger Zimmerei Klement (kleines Foto) den Richtspruch vorlas und das Glas zertrümmerte. - Fotos: Pelka Alle Blicke waren nach oben gerichtet, als Zimmermann Christian Iebauer von der Niedernberger Zimmerei Klement (kleines Foto) den Richtspruch vorlas und das Glas zertrümmerte. - Fotos: Pelka

Weiskirchen - Zum zweiten Mal in nur acht Tagen war in Weiskirchen Anlass, ein Richtfest auf dem früheren Gelände der Sportvereinigung zu feiern: zunächst für den Netto-Markt und gestern für die Römergarten-Residenz „Haus Julia“.

Schon seit Jahresbeginn bewegt sich auf dem früheren Gelände der Sportvereinigung Weiskirchen Vieles. An der neu geschaffenen Adresse Albert-Rißberger-Straße 1 ist der Rohbau für eine Seniorenresidenz fertiggestellt. Auf einem 4893 Quadratmeter großen Grundstück entstehen 115 Appartements mit 127 Pflegeplätzen und 20 Appartements für Servicewohnen.

Hinter diesem Projekt steht die Römerhaus Bauträger GmbH aus Schifferstadt in Rheinland-Pfalz, 1983 gegründet und gut aufgestellt mit gut 20 Jahren Erfahrung im Bau von hochwertigen Pflegeimmobilien. Bereits seit geraumer Zeit sind alle Pflegeappartements an Anleger – nicht wenige davon Römerhaus-Stammkunden – aber auch an Anleger aus der Region verkauft.

Die Senioren-Residenz „Haus Julia“ ist für 20 Jahre (plus Verlängerungsoption) an den künftigen Betreiber, die Römergarten-Residenzen GmbH, vermietet. Eröffnung soll am 1. Juli 2017 sein. Es entstehen 80 neue Arbeitsplätze auf den Gebieten Pflege, Verwaltung, Betreuungsdienst, Haustechnik, Catering, Reinigung. Nicht zu vergessen: die Auszubildenden.

Der Prokurist des Bauträgers, Michael Straub, begrüßte die Gäste zum Richtfest. Er dankte allen beteiligten Firmen und lobte: „Wir freuen uns, in der Römergarten Residenzen GmbH einen kompetenten und zuverlässigen Partner gefunden zu haben.“ Das hörte deren Geschäftsführer, Stefan Schambach, natürlich gern. Er kündigte in einer kurzen Rede an, das „Haus Julia“ werde gerne zum Beispiel mit dem benachbarten Kindergarten und auch örtlichen Vereinen kooperieren. „Wir wollen nicht isoliert dastehen, sondern uns in das Gemeinwohl einfügen.“ Schambach erläuterte überdies die Pflege-Philosophie und den Slogan des Unternehmens („Weil Sie es sich verdient haben“). Die Seniorenresidenz könne das vertraute Zuhause zwar nicht ersetzen. „Aber wir tun alles dafür, dass sich alle wohl und zuhause fühlen.“

Erster Eindruck zählt - Das richtige Pflegeheim finden

Bürgermeister Jürgen Hoffmann hatte zuvor in dem Neubau ein Symbol dafür sehen wollen, „dass wir etwas gemeinsam tun für unseren Stadtteil“. Das Stadtoberhaupt lobte den Vorstand und die Mitglieder der Sportvereinigung für ihren Mut, „Möglichkeiten zu realisieren, die wir vorher so gar nicht gesehen haben“. Wie berichtet, eröffnet der Verkauf von früherem Grundeigentum dem Verein die Chance, sich ganz neu aufzustellen. Die Sportvereinigung steckt mitten im größten Bauvorhaben ihrer Geschichte. Bei laufendem Betrieb bringt sie ihren 40 Jahre alten Hallenbau auf einen modernen Stand, um Energiekosten zu sparen. Gleichzeitig erneuert sie ihren Sportplatz von Grund auf. Das alles kostet rund 1,6 Millionen Euro – zu viel, um es allein zu stemmen. Stadt, Kreis und Land unterstützen das ehrgeizige Projekt mit Steuergeldern. Auch sind 40 000 Euro an Eigenleistungen eingeplant.

Neun Reihenhäuser sind auf dem Grundstück schon gebaut. Jetzt wächst auch das Altenpflegeheim. Außer stationären Pflegeplätzen in den klassischen Pflege-Appartements entstehen dort 20 Appartements für Servicewohnen. Diese Wohnungen sind interessant für Bewohner, die noch viele Dinge des täglichen Lebens selbst erledigen, sich aber mit Service-Modulen wie Mittagessen, Reinigungstätigkeiten und vielen andere Dienstleistungen, das Leben erleichtern wollen. Angeboten wird in dem Gebäudekomplex auch eine offene Station mit 35 Plätzen für Demenzkranke. (bp)

Quelle: op-online.de

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