Zwei Jahre Wartezeit in Nieder-Roden

Neue Spielplätze sind kein Kinderspiel

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Rodgau - Ein Spielplatz für jung und alt soll Anfang nächsten Jahres an der Frankfurter Straße entstehen. Beschlossene Sache ist er seit gut zwei Jahren. Warum dauert das so lange? Die Stadtverwaltung erklärt die Wartezeit mit der besonderen Form der Finanzierung.

„Das hängt damit zusammen, dass wir die Grundstücke verkaufen müssen und warten müssen, bis das Geld fließt“, sagt RathausPressesprecherin Sabine Fischer. Nach dem Spielplatzkonzept von 2011 trennt sich die Stadt von nicht mehr benötigten Spielplatzgrundstücken. Die Hälfte des Erlöses steckt sie in andere Spielplätze - zum Beispiel in die Mehrgenerationenfläche in Nieder-Roden. Auf der kleinen Grünfläche gegenüber dem Altenheim „K & S Seniorenresidenz“ ist ein Ort der Begegnung geplant. So genannte Aktivgeräte sollen Kinder und Erwachsene in Bewegung bringen. Dazu zählen etwa Armkurbeln, ein Nordic Trainer mit beweglichen Spazierstöcken oder ein Bodentrampolin. Große Steine (Findlinge) auf dem Rasen können als Sitz- oder Spielobjekte dienen.

Der Mehrgenerationenplatz an der Frankfurter Straße ist laut Spielplatzkonzept die erste von vier derartigen Anlagen im Stadtgebiet. Sie sollten ursprünglich in den Jahren 2012 bis 2015 realisiert werden. Das Spielplatzkonzept bezifferte die Gesamtkosten auf 60.000 Euro. Die Anlage an der Frankfurter Straße wird teurer. 2012 schätzte der Magistrat die Kosten auf 44.000 Euro, später waren 55.000 Euro im Gespräch. Nun sind die Aufträge erteilt. Umfang: rund 67.000 Euro. Die Arbeiten sollen nach dem Ende der Frostperiode im ersten Vierteljahr 2015 beginnen.

An anderen Spielplätzen wird bereits gearbeitet, etwa an der Waldfreizeitanlage Hainhausen und an der Straße Am Kreuzberg in Rollwald. Die Sandkästen mit Findlingen, Bruchsteinen und Holzelementen sollen noch vor dem Jahresende fertig werden. Ein Wackelbalken und Findlinge sollen den Spielplatz an der Stralsunder Straße in Weiskirchen attraktiver machen. Dort sind die Kosten halb so hoch wie geplant - 8700 statt 18.600 Euro.

Eine neue Form der Bürgerbeteiligung hat die städtische Planungsabteilung in Hainhausen praktiziert. Dort soll ein Kinderspielplatz am Tucholskyweg das Provisorium an der Württemberger Straße ersetzen. Noch sind die Planer im Rathaus dabei, die Ideen auf ihre Realisierbarkeit abzuklopfen. Die zu prüfenden Fragen reichen vom Unfallschutz bis zur Lkw-Zufahrt für den Sandaustausch. Bis zum Jahresende soll der Plan fertig sein. Wenn Magistrat, Ortsbeirat und Stadtparlament zustimmen, können die Kinder im Sommer 2015 auf ihrem neuen Spielplatz spielen.

eh

Quelle: op-online.de

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