Luftsprünge für die Gesundheit

1. Offenbacher Gesundheitsspiele in Rodgauer Schulen

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Schüler aus Rodgau, Dietzenbach, Rödermark und Dreieich kamen gestern zu den Gesundheitsspielen nach Jügesheim und wagten manchen Balance-Akt.

jügesheim -  Die Carl-Orff-Schule setzt auf Gesundheits- förderung. Diesem zertifizierten Anspruch wurde sie gestern wieder mehr als gerecht. Mit Unterstützung des Staatlichen Schulamts und der benachbarten Georg-Büchner-Schule brachte sie bei den 1. Offenbacher Gesundheitsspielen fast 500 Schulkinder in Bewegung.

Ein mutiger Luftsprung vom Turnkasten – und schon hat Mirko den Basketball im Korb versenkt. Fast so perfekt wie Superstar Dirk Nowitzki. Sport und Bewegung waren bei den 1. Offenbacher Gesundheitsspielen gestern ein Kernelement. Die vom Staatlichen Schulamt und der Carl-Orff-Schule organisierte Premiere näherte sich dem Thema Gesundheit allerdings von vielen Seiten. Außer um körperliche Betätigung ging es in Workshops und an Mitmachstationen auf dem Gelände der Orff- und der Büchner-Schule auch um eine gesunde Ernährung, Suchtprävention und die Sensibilisierung der eigenen Sinne.

Schüler der höheren Berufsfachschule für Hotellerie an der Georg-Kerschensteiner-Schule Obertshausen gestalteten zum Beispiel Gesundheitsunterricht. Dabei ging es darum, dass die Schulkinder mit ihren Sinnen (Riechen, Schmecken, Tasten) die Frische und Wertigkeit von Lebensmitteln erkennen lernen. Oder die seit Jahren so erfolgreiche Aktion „gesundekids“ des Rotary Clubs Rodgau: Zusammen mit Dr. Reinhild Link und ihren Helferinnen schmierten sich die Schüler in der Mensa gesunde Frühstücksbrote mit Frischkäse und Gemüsebelag, gestiftet vom Bäcker Bauder. Lecker!

In dieselbe Richtung stieß der gesunde Geburtstagstisch im Minions-Look – gedeckt von den Obertshäuser Kerschensteiner-Schülern. Um gesunde Zähne ging es hingegen dem Team vom Zahngesundheitsdienst (Jugendzahnpflege), das für einen zuckerfreien Vormittag viele Vorschläge machte. Das Suchthilfezentrum Wildhof zeigte den Jugendlichen Wege auf, die eigenen Gefühle zuzulassen und zu erkennen. Motto: Warum ich nicht jeden Tag gut drauf sein kann und muss.

Die Unfallkasse Hessen hatte hingegen einen Bewegungsparcours aufgebaut. Dort ging es hauptsächlich ums Balancieren und die Körperbeherrschung. Schnell sein musste, wer die Zeitmessstrecke des Hessischen Leichtathletikverbands durchsprinten wollte. Am Ende gab es für jeden Teilnehmer eine Urkunde mit seiner elektronisch gestoppten Zeit. Die Stadt Rodgau war mit ihrem Jugendmobil vertreten. Die Mannschaft des Freizeitbads Monte Mare ließ die Kinder am Glücksrad drehen. Keines ging ohne Freikarte nachhause. „Wir wollen für den Bewegungsraum Wasser werben“, erklärte ein Monte-Mare-Mitarbeiter, der sich darüber freute, dass so viele Schulen in dem Bad in Obertshausen ihren Schulsport halten.

Fotos: Offenbacher Gesundheitsspiele an Rodgauer Schulen

Umlagert war auch der Stand der „Klasse2000“. Das Projekt, das der Lions Club Rodgau-Rödermark seit Jahren unterstützt, fördert Kinder darin zu erkennen, was sie selbst für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden und ihre innere Stärke tun können. Zupacken hieß es bei den Johannitern. Dort übten die Gruppen an einer Puppe die Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Der Hauptsponsor AOK hatte die Grundschüler mit verschiedenfarbigen T-Shirts ausgestattet, so dass es bei den Klassen kein Durcheinander gab. Kein Halten mehr gab es trotzdem in der Sporthalle an der Langestraße. Dort betreuten Georg-Büchner-Schüler der 10R die Kleineren bei teils spektakulären Bewegungs- und Sportspielen. Begrüßt hatten die Kinder vor dem Startschuss die Schulleiterin Sabine Döring, Landrat Oliver Quilling und vom Staatlichen Schulamt die Direktorin Gabriele Wärner und Sportdezernent Eddy Schneider. Rodgau war gestern die zweite Station der 1. Offenbacher Gesundheitsspiele. Schon am Dienstag hatte das sportliche Projekt 850 Schulkinder in Offenbach ins Schwitzen gebracht. (bp)

Quelle: op-online.de

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