Magistrat stellt Baupläne vor

Platz für 250 neue Rodgauer

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Das markante Backsteingebäude an der Ludwigstraße soll zugunsten von 18 Wohnungen verschwinden. 

Rodgau - Nicht nur an den Rändern der Stadt wird gebaut, sondern auch mittendrin: Der Magistrat bringt drei Neubauvorhaben auf den Weg. Nach Abriss und Neubau sollen 134 Wohnungen für etwa 250 Menschen entstehen.

Wenn die Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzung der Empfehlung des Magistrats folgen, werden Bebauungspläne für derzeit genutzte Flächen beschlossen. Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) berichtete bei der jüngsten Magistratspressekonferenz von den Plänen. „Wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, brauchen wir für die Bebauungspläne etwa ein Jahr“, sagte er. In Jügesheim an der Ludwigstraße 1 soll der markante Backsteinbau, der zuletzt einen Pub beherbergte, einer Wohnbebauung weichen. Ein Investor will dort 18 Wohnungen bauen. Mit ihm sei bereits vereinbart, das neue Gebäude etwas zurückzusetzen, damit genügend Platz für den Bürgersteig bleibt, kündigte Hoffmann an.

In Hainhausen sind an der Grenzstraße zwei Fünf-Familien-Häuser mit zehn Wohnungen geplant. Auf einem Grundstück zwischen Rochusstraße und Wilhelm-Leuschner-Straße 59 soll ein Garagenhof vier Häusern weichen. In drei dreistöckigen und einem vierstöckigen Gebäude in Staffelbauweise werden 96 Wohnungen Platz haben. Parken sollen die Bewohner in einer Tiefgarage mit 200 Stellplätzen.

Vor allem die Lage in unmittelbarer Nähe zur bereits stehenden Kindertagesstätte 7, zur S-Bahn und zu weiteren Geschäften des täglichen Bedarfs hält Bürgermeister Hoffmann für einen echten Standortvorteil: „Alles ist zu Fuß zu erreichen“, sagt er. Weil mehr Bewohner auch eine größere Nachfrage nach Kitaplätzen nach sich ziehen, soll die Einrichtung um 350 Quadratmeter erweitert werden. Dann könnten dort zwei zusätzliche Gruppen mit jeweils 25 Kindern entstehen.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Folgen die Stadtverordneten diesem Plan, seien 134 Wohnungen für etwa 250 Menschen auf den Weg gebracht, hofft Hoffmann. „Wir sind offen für alle, die es bei uns gut und schön finden“, sagte Erster Stadtrat Michael Schüßler (FDP). Beide Politiker sehen in den Vorhaben einen Beleg fürs Entwicklungspotential Rodgaus. Schüßler hält die Pläne für eine Aufwertung von Bestandsflächen und „gelungene Beispiele der Nachverdichtung“.

siw

Quelle: op-online.de

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