Veranstaltung für Autoren, Komödianten und Rapper

Projekt „Wortfang“: Talenten eine Chance

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Katharina Rodriguez und Karl-Heinz Kalbhenn planen Veranstaltungen, bei denen sich Nachwuchstalente präsentieren können. Konzept und der Idee stehen – jetzt müssen nur noch Gastronomen und möglichst viele Teilnehmer einsteigen. Dann könnte die Aktion „Wortfang“ die Kulturszene im Mai und Juni tatsächlich bereichern.

Rodgau - In Rodgau schlummern viele unbekannte Talente. Das Projekt „Wortfang“ soll ihnen im nächsten Sommer eine Bühne geben.

Katharina Rodriguez und ihre Kollegin Lea Krause erleben in der Buchhandlung „Gartenstadt Bücher“ häufig, dass Nachwuchsautoren dort mit ihrem Werk aufkreuzen und fragen: „Wollen Sie mein Buch verkaufen?“ Katharina Rodriguez liest als Chefin der Buchhandlung die Werke dann zwar gern quer, kann aber nichts weiter versprechen. Jetzt also gibt es für diese Klientel das Projekt „Wortfang“. Katharina Rodriguez und der Nieder-Röder Künstler Karl-Heinz Kalbhenn möchten Talenten jeden Alters im nächsten Sommer eine Plattform geben.

Die Initiatoren planen für Mai und Juni in wechselnden Rodgauer Lokalen einen Poetry-Slam, wie er bereits im Jugendhaus Dudenhofen oder auch bei Dieter Stein auf der „Open Stage“ Publikum gefunden hat. Dabei können Autoren jeden Alters ihre Werke vortragen. Die Zuhörer urteilen dann darüber und vergeben Punkte. Gedichte, Krimis, Comedy, Rap, Hiphop: alles ist möglich. Dem Finale gehen drei Vorrunden voraus. Fünf Akteure aus jedem Genre bekommen je fünf Minuten Zeit. Für die Preise suchen die Veranstalter noch Sponsoren. Fest steht bereits, dass der Gewinner zur nächsten Kunstaktion „Rodgaumeile“ im Mai 2017 eingeladen wird. Anmeldungen unter wortfang@gmx.de oder 06106/72410.

Offen ist derzeit ebenfalls, welche Gastronomen sich für die Idee begeistern lassen. „Bisherige Bemühungen sind daran gescheitert, dass wir eine Umsatzgarantie geben sollen. Das können wir aber nicht“, bedauern die ideenreichen Organisatoren. Große Hoffnungen setzen sie auf die Schulen. Dort soll unter den Jugendlichen Werbung gemacht werden, um möglichst viele Teilnehmer zu finden. Sofern die Aktion in Rodgau keine Früchte trägt, würde Kalbhenn im Landkreis einen neuen Anlauf wagen. „Vielleicht finden sich ja auch unter den Flüchtlingen Interessenten“, spekuliert Katharina Rodriguez. „Denn darunter sind ja nun wirklich Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben.“ 

bp

Quelle: op-online.de

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