Bastelfreunde beim „Repair“-Treff willkommen

Puiseauxplatz beleben: Anwohner startet Initiative

+
Gleich zwei zum Teil brach liegende Ladengeschäfte stünden zur Verfügung. Heinz Zborek regt an, die Flächen vielleicht für einen „Repair“-Treff zu nutzen. 

Nieder-Roden - Leer stehende Ladengeschäfte sinnvoll nutzen und den stellenweise unwirtlich wirkenden Puiseauxplatz neu beleben: Mit einem „Repair“-Treff könnten gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, glaubt Anwohner Heinz Zborek. Von Simone Weil 

Ansehnlicher und niveauvoller ließe sich der nach der französischen Partnerstadt benannte Platz in Nieder-Roden gestalten, glaubt Heinz Zborek. Der Anwohner hatte sich bereits bei der Interessengemeinschaft Puiseauxplatz (IG PP) engagiert und beschäftigt sich weiter mit der Frage der Belebung der insbesondere im Winter eher trostlos wirkenden Fläche. Eine Art Repair-Treff, Werkstatt oder Repair-Café wäre eine gute Idee, glaubt der Mann, der den Platz gerne zu neuem Leben erwecken, insbesondere aber auch die verwaisten Ladengeschäfte sinnvoll genutzt sehen würde.

Zborek meint, dass die Wegwerf-Gesellschaft davon profitieren könnte, dass Gegenstände repariert und nicht sofort entsorgt werden: „Was macht man mit dem nicht mehr funktionierenden Bügeleisen oder Toaster? Was ist mit dem kaputten Stuhlbein? Was macht man mit dem schönen Pullover, den man seit Jahren liebt, der aber nun Mottenlöcher hat?“

Per Aufruf will der Bürger Interessenten finden, die sich vorstellen könnten, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten einzubringen: Handwerker, Hobbybastler und andere. In Friedberg, Frankfurt, Hanau, Offenbach und vielen Städten mehr gibt es ähnliche Initiativen.

Sogenannte Repair-Cafés sind ehrenamtliche Treffpunkte, an denen die Teilnehmer alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Gegenstände und Geräte reparieren. Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen ist vorhanden. Zum Beispiel für Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder, Spielzeug und vieles mehr. Auch sind kundige ehrenamtliche Helfer anwesend, die Reparaturkenntnis und -fertigkeiten auf verschiedenen Gebieten mitbringen. Während die Besucher auf ihre Geräte warten, die repariert werden, können sie einen Kaffee oder Tee trinken und sich mit anderen austauschen.

Die Hobby-Werkstatt will keine Konkurrenz zu den Reparatur-Profis sein, aber für den sensibleren Umgang mit verschiedenen Dingen werben, die sonst einfach ausgemustert und weggeworfen werden. Gleichzeitig lernen die Besucher dazu und können sich vielleicht beim nächsten Mal selbst helfen. Die ehrenamtlichen Fachleute haben so eine schöne Beschäftigung: Sie werden gebraucht und tun etwas Sinnvolles.

"Auto macht Geräusche" Das sorgt für Werkstatt-Frust

Heinz Zborek glaubt, dass sich Handwerker und Bastler im Ruhestand für die Initiative finden ließen. „Vielleicht kann auch das Arbeitsamt jemanden für ein Beschäftigungsprojekt vermitteln.“ Möglicherweise seien unter den Flüchtlingen technisch versierte Menschen zu finden, die helfen könnten und gleichzeitig eine sinnvolle Aufgabe hätten. „So würde außerdem noch Kontakt zur Bevölkerung entstehen und alle hätten was davon“, meint Zborek. Kontakt: 015206879431 und h.zborek@icloud.com

Quelle: op-online.de

Kommentare