Aktion Rehkitz freut sich über Spende der Sparda-Bank

Tiere aus der Luft orten

+
Patrick Georg, Leiter der Filiale Sparda- Bank-Hessen-Stadion, übergab 2 500 Euro an die Aktion Rehkitz in Rodgau. 

Rodgau - Technik hilft bei der Suche nach Rehkitzen: Mit einer Spende zur Anschaffung eines Multikopters mit Wärmebildkamera fördert die Sparda-Bank Hessen die Aktion Rehkitz. Mit Hilfe dieses Geräts soll bald lückenloser Erfolg möglich sein.

Als eine seiner ersten Amtshandlungen übergab Patrick Georg – seit 1. Oktober Leiter der Offenbacher Filiale Sparda-Bank-Hessen-Stadion – mit Wendelin Weiand, ehemaliger Filialdirektor für die Region Offenbach, eine Spende in Höhe von 2 500 Euro an den Vorstand der Aktion Rehkitz in Rodgau. Wendelin Weiand, seit 1. Oktober im Ruhestand, ist für die Sparda-Bank Hessen weiterhin noch in beratender Funktion tätig. Mit seinem Ausscheiden als Filialdirektor gingen die Filialen Offenbach, Hanau und Gründau-Lieblos in die neue Filialdirektion Bad Homburg – unter Leitung von Filialdirektor Sven Bergner – über.

Die Aktion Rehkitz hat sich zur Aufgabe gemacht, Rehkitze und Bodenbrüter wie Fasane, zu retten. Jedes Jahr erleiden Tausende dieser Wildtiere durch moderne Mäh- und Erntetechnik Verstümmelungen und einen grausamen Tod. Neugeborene Rehkitze werden während der Setzzeit im Mai und Juni – also zeitgleich mit Wiesenmahd und Heuernte – von ihren Müttern, den Ricken, im hohen Gras versteckt. Es ist ihnen angeboren, sich dort – zum Schutz vor Feinden wie Füchsen oder Greifvögeln – vollkommen still zu verhalten. Fataler Weise ergreifen sie auch beim Anrollen der Erntemaschinen nicht die Flucht. Um die Tiere aus der Gefahrenzone zu bringen oder ihre Lage zu markieren, suchen ehrenamtliche Helfer der Aktion Rehkitz zur Mahd anstehende Wiesen in Kooperation mit den Landwirten zeitnah vorher ab.

Leserbilder zum Welthundetag 2015 (Teil drei)

Bislang kann diese Suche nur in Personenreihen zu Fuß stattfinden. Doch erst technisches Gerät ermöglicht lückenlosen Erfolg: Zur nächsten Saison möchte die Aktion Rehkitz einen Multikopter mit Wärmebildkamera einsetzen. Damit lassen sich die Tiere durch ihre Körperwärme auch aus der Luft orten. Über einen Monitor wird ihre Position angezeigt. Die komplette Technik dürfte rund 12 000 Euro kosten. Diese Summe übersteigt das Budget des erst vor wenigen Monaten gegründeten Vereins bei weitem. Die Aktion Rehkitz ist daher auf Unterstützung angewiesen. Mit einer Spende von 2 500 Euro beteiligt sich die Sparda- Bank Hessen aus Mitteln ihres Gewinnsparvereins an dem Vorhaben. „Im Grunde kann es so einfach sein, die Tiere vor schlimmen Qualen zu bewahren, wenn entsprechende Technik zum Einsatz kommt, sagte Wendelin Weiand bei der Spendenübergabe an Dr. Karl Giebel und Michail Gross von der Aktion Rehkitz.

siw

Quelle: op-online.de

Kommentare