Bekenntnis zum Standort Rodgau

Aktobis AG investiert eine Million Euro

+
Blick vom Balkon der Aktobis-Zentrale auf das neue Baugründstück: Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Panckow und die Assistenz der Geschäftsführung, Erika Hamacher.

Nieder-Roden - Trotz drei Gewerbesteuererhöhungen in Folge bleibt die Aktobis AG komplett in Rodgau. Das Unternehmen wächst und baut am Firmensitz in der Borsigstraße in Nieder-Roden auf einem 2000 Quadratmeter großen Gelände ein Warenumschlaglager für Stückgut.

„Es hing am seidenen Faden“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Panckow. Wegen der drei Gewerbesteuererhöhungen seitens der Stadt in nur drei Geschäftsjahren habe sich das Unternehmen in Eschborn und Neu-Isenburg nach Alternativgrundstücken umgesehen. Vorstand und Aufsichtsrat hätten ernsthaft darüber nachgedacht, die etwa eine Million Euro für den Neubau nicht in Rodgau am Stammsitz zu investieren, sondern in einer Kommune mit einem günstigeren Gewerbesteuerhebesatz.

Die Schrottfahrzeuge nahe der Baustelle müssen bis Ende nächster Woche weg sein.

„Dass wir uns durchgerungen haben, hier zu bauen, ist nur dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass wir nach vier Jahren Überzeugungsarbeit beim Eigentümer ein Grundstück genau gegenüber unserem Standort an der Borsigstraße kaufen konnten“, erläutert Vorstand Wanner die Entscheidung. Die Nähe zur 2009 erbauten Firmenzentrale und die Chance, vor der eigenen Haustür expandieren zu können, habe letztlich den Ausschlag für das Bekenntnis zum Standort Rodgau gegeben. „Sonst wäre nichts draus geworden.“ Auf dem Grundstück trägt das Bauunternehmen Rügemer aus Rödermark-Urberach derzeit den Boden ab. Es entsteht eine vier Meter hohe Halle mit 1500 Quadratmeter Nutzfläche. Der Neubau soll im Herbst stehen. Bei der Vergabe der Gewerke hat die Aktobis AG Handwerker aus der Region bevorzugt. Durch das Projekt entstehen zwei neue Arbeitsplätze. Das bestehende Zentrallager in Jügesheim wird weiterhin genutzt.

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

Leicht beeinträchtigt werden die Bauarbeiten aktuell durch Schrott (alter Bagger, Reste von Maschinen, verrottete Bauwagen und Anhänger), der sich am Straßenrand türmt. Es handelt sich um Reste dessen, was früher auf dem von der Aktobis AG gekauften Gelände deponiert worden war. Dort standen jahrelang alte Eisenbahnen und mehr. Das städtische Ordnungsamt hat dem Besitzer eine Frist bis Ende nächster Woche eingeräumt, um das Altmetall zu entsorgen. Nach Informationen der städtischen Pressestelle hat die Stadt dem Eigentümer für das Schrottlager auf öffentlichem Gelände eine Sondernutzungsgenehmigung erteilt. Die Aktobis AG ist ein Spezialanbieter von klimatechnischen Geräten. Hierzu zählen mobile Entfeuchter, Heizgeräte, Luftreiniger, Gebläse und Klimageräte. Im Bereich der Entfeuchtungstechnik ist Aktobis mit ihrer Handelsmarke „WDH“ nach eigenen Angaben einer der Marktführer in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Ungarn. Auch den technischen Kundenservice nimmt das Unternehmen selbst in die Hand.

bp

Quelle: op-online.de

Kommentare