Heim in Dreieich zu teuer

Fundtiere sollen nach Bayern

Rodgau - Die Stadt wird aufgefundene Tiere ab dem nächsten Jahr nicht mehr im Tierheim Dreieich unterbringen, sondern in einem Tierheim, das der Tierschutzverein Aschaffenburg und Umgebung in Schönbusch betreibt.

Damit wird diese kommunale Pflichtaufgabe deutlich billiger als bisher. Seither überwies die Stadt ans Tierheim Dreieich pro Jahr 35.000 Euro. Ab 2016 reichen voraussichtlich 6000 Euro aus, kalkuliert der Erste Stadtrat Michael Schüßler. Die Zahl der Fundtiere in Rodgau schwankt pro Jahr von 20 bis 50. Meist handelt es sich um Katzen und Hunde. Es sind aber auch langsame Ausreißer – etwa Schildkröten – darunter.

Wie kamen die 35.000 Euro zustande? Das Tierheim Dreieich wird von einem Verein betrieben, in dem im vergangenen Jahr noch neun Kreiskommunen Mitglied waren: Langen, Dreieich, Neu-Isenburg, Egelsbach, Seligenstadt, Mainhausen, Heusenstamm, Obertshausen und Rodgau. Ende 2014 verließ Rodgau wie zuvor schon Dietzenbach den Kreis der Mitgliedskommunen. Da eine einjährige Kündigungsfrist gilt, endet die Mitgliedschaft Ende 2015.

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Um Fundtiere in Dreieich abgeben zu dürfen, musste die Stadt 80 Cent pro Einwohner und Jahr zahlen. Im Jahr 2008 hatte Rodgau schon einmal das Tierheim gewechselt. Damals endete die Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Münster. (bp)

Quelle: op-online.de

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