TGS und TGM SV Jügesheim wollen Verschmelzen

Mitglieder entscheiden über neuen Verein

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Jügesheim - In gut fünf Wochen entscheiden die Mitglieder der TGS und der TGM SV Jügesheim über die Verschmelzung ihrer Vereine. Die Abstimmung findet am Freitag, 15. April, in der Aula der Georg-Büchner-Schule statt.

Wenn mehr als drei Viertel der Anwesenden mit Ja stimmen, schlägt die Geburtsstunde des Jügesheimer Sport- und Kulturvereins Rodgau (JSK). Von einer zukunftsweisenden Entscheidung spricht der Vorstand der TGM SV in der Einladung an die Mitglieder. „Mit gutem Gewissen“ empfehlen Vorstand und Vereinsrat der TGS die Fusion: „Wir sind überzeugt, damit einen erfolgreichen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu gehen. Gemeinsam sind wir stärker und können die Herausforderungen annehmen.“

Die Ziele für die künftige Entwicklung sind im Vorwort des Verschmelzungsvertrags festgehalten. Dort heißt es: „Die demografische Entwicklung in der Gesellschaft und ganz besonders in Rodgau gebietet eine stärkere Bündelung der Vereinsinteressen, um auch in Zukunft bezahlbare Sport- und Kulturangebote in attraktiven Sport- und Kulturstätten anbieten zu können.“ Die ehrenamtliche Vereinsführung müsse durch hauptamtliche Kräfte unterstützt werden. Dann könne der neue Verein bürgerschaftliches Engagement stärker als bisher fördern. „Ein großer Verein kann zudem nachhaltiger die Interessen des Sports und der Kultur in Politik und Wirtschaft in Rodgau und in der Region vertreten und fördern.“ Auch der neue Großverein will sich seiner Wurzeln bewusst bleiben. Die Präambel des Vertrags drückt das in beinahe pathetischen Worten aus: „Die Traditionen der Gründervereine Turngesellschaft 1895 Jügesheim e.V. und Turngemeinde Jügesheim 1888 - Sportverein 1915 Jügesheim e.V. werden in der JSK Rodgau in immerwährender Erinnerung und Anerkenntnis der hervorragenden Leistungen der Gründergenerationen sowie der Mitglieder der sich verschmelzenden Vereine fortgeführt und in ihrem Sinne in Zukunft positiv weiterentwickelt.“

Mit der Verschmelzung der TGM SV und der TGS fällt eine historische Grenze im Stadtteil weg. Doppelte Mitgliedschaften werden unnötig. In den letzten Jahren haben die beiden Vereine ein hohes gegenseitiges Vertrauen aufgebaut. Einige Abteilungen sind schon fast zusammengewachsen. Die Abstimmungsversammlung am 15. April beginnt um 18 Uhr. Nach dem Bericht des Wirtschaftsprüfers wird der Verschmelzungsvertrag verlesen. Für die Abstimmung sind dreieinhalb Stunden eingeplant (18.30 bis 22 Uhr). Die Stimmen werden unter notarieller Aufsicht ausgezählt. TGS-Mitglieder können ab dem 16. Geburtstag an der Abstimmung teilnehmen. Bei der TGM SV sind alle volljährigen Mitglieder wahlberechtigt. Vor einigen Jahren hatten die beiden Vereine schon einmal einen Zusammenschluss vorbereitet. Bei der entscheidenden Abstimmung der TGS wurde die erforderliche Dreiviertelmehrheit im April 2011 nicht ganz erreicht (72,48 Prozent). Die Mitglieder der TGM SV hatten zuvor zu 81 Prozent mit Ja gestimmt. Gegner der Fusion traten daraufhin aus der TGS aus und gründeten den Verein für Turnen und Fastnacht Freundeskreis 2011 (FTF). Dieser Verein ist nun selbst auf Fusionskurs. Er strebt einen Zusammenschluss mit dem Radfahrerverein Germania an. (eh)

Zinnober Party der TGM SV Jügesheim: Bilder

Quelle: op-online.de

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