386 Kinder haben am Dienstag ihren ersten Schultag

Ein Meilenstein im Leben

Rodgau - Der erste Schultag ist immer ein besonderes Ereignis, an das man später noch zurückdenkt. Für fast 400 Jungen und Mädchen ist es am Dienstag so weit: Mit der Einschulung beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt. Von Sven Stripling 

Nächste Woche wird"s ernst. Die Anfänger verteilen sich je nach Wohnort auf sechs Grundschulen. Die Wilhelm-Busch-Schule in Jügesheim nimmt mit 42 Kindern die wenigsten und die Münchhausenschule in Hainhausen mit 100 Kindern die meisten Neulinge auf. Die Gartenstadtschule (Nieder-Roden) kann 70, die Schule am Bürgerhaus (Nieder-Roden) 55, die Freiherr-vom-Stein-Schule (Dudenhofen) 65 und die Carl-Orff-Schule (Jügesheim) 54 neue Schüler begrüßen.

Nicht nur für die angehenden Grundschüler beginnt am Dienstag ein neuer Lebensabschnitt. Premieren gibt es auch bei den Lehrern. Zumindestens stehen neue Aufgaben an: Sowohl Ann-Katrin Breitmeier (Münchhausenschule) als auch Alexandra Breitbach (Freiherr-vom-Stein-Schule) sind neu als Schulleiterin. Alexandra Breitbach ist in ihrem neuen Amt vor allem daran gelegen, das fortzuführen und auszubauen, was unter der Leitung ihrer Vorgängerin Ursula Eller erreicht wurde. Gerade bei der Inklusion stelle die derzeitige Flüchtlingssituation Herausforderungen. Die neue Rektorin ist aber zuversichtlich: „Ich glaube, dass gerade unser Modell mit den Flex-Klassen auch diese Schüler dort abholen kann, wo sie stehen.“ Die flexible Eingangsstufe ersetzte vor fünf Jahren bereits die Vorklasse an der Freiherr-vom-Stein-Schule. Die Kinder verbringen ihre ersten beiden Schuljahre in altersgemischten Klassen.

An der Münchhausenschule und der Wilhelm-Busch-Schule hingegen bleibt man der Idee von Vorklassen treu. Veränderungen hat es an der Wilhelm-Busch-Schule dennoch gegeben. Ab diesem Schuljahr gehört die Grundschule zu den Einrichtungen mit Ganztagsbetreuung nach dem „Profil 1“. In Kooperation mit dem Förderverein werden nun an drei Nachmittagen Lehrer die Kinder betreuen. Damit das künftig komplett in eigenen Räumen möglich ist, steht der Bau einer Caféteria an. Der erste Spatenstich soll noch vor den Herbstferien sein. Ferner erhält die Schule am 13. November ein Zertifikat, das sie als „gesundheitsfördernde Schule“ auszeichnet.

Die Gartenstadtschule in Nieder-Roden plant erstmals ein Projekt mit einer Patenschule in Afrika, das die Cargo-Human-Care-Initiative der Lufthansa begleitet.

Trotz vieler guter Ideen und Pläne an den Grundschulen läuft noch nicht alles rund. Die Schule am Bürgerhaus Nieder-Roden klagt beispielsweise über die beengte räumliche Situation. Der Platz werde knapp, da jeder Jahrgang nun drei statt zwei Parallelklassen habe.

Die Personalsituation beschäftigt hingegen die beiden Jügesheimer Grundschulen. „In diesem Jahr ist es besonders problematisch Lehrkräfte für Vertretungen zu finden“, berichtet Rektorin Angelika Stelzer-Dasbach von der Wilhelm-Busch-Schule. Auch die Carl-Orff-Schule hat noch Probleme mit der Lehrerversorgung, wie ihre Kollegin Sabine Döring bestätigt: „Querbeet fehlen noch hier und da Stunden, die wir besetzen müssen.“ Die Ursache für den Mangel an Vertretungslehrern sieht Stelzer-Dasbach hauptsächlich darin, dass man für die kurze Zeit, die es zu füllen gelte, niemanden verpflichten könne: „Für die paar Stündchen will niemand extra an die Schule kommen. Damit kann keine volle Stelle abgedeckt werden.“

Für die neuen Erstklässler gilt Entwarnung: Auch die Pädagogen sind hier und da noch etwas nervös. Gleichermaßen blicken aber auch diese wieder mit Freude dem Schulanfang entgegen. „In den Klassenräumen bereiten die Lehrer allmählich schon alles vor für den Schulanfang“, berichtet Alexandra Breitbach von der Freiherr-vom-Stein-Schule: „Wir freuen uns auf das neue Schuljahr.“

Quelle: op-online.de

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