Komposterde der Stadtwerke

Gutes für den Garten

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Gärtnermeister Peter Wunderlich von den Stadtwerken ist überzeugt von der guten Qualität der Komposterde. Nach Anlieferung wird der Grünschnitt zunächst in holziges und feines Material unterteilt. Danach wird das Material in einem Schredder zerkleinert. Dann geht’s weiter zum Verrotten.

Rodgau - Die Stadtwerke haben mit der von ihr seit Januar 2014 betriebenen Kompostanlage noch viel vor. Zum Beispiel sollen am Standort in der Blumenau Dudenhofen Holz-Hackschnitzel für Heizungen verkauft werden. Und der dort produzierte Kompost hat jetzt ein Gütesiegel.

Schon derzeit gibt die Anlage Holzprodukte zum Heizen an das Biomassekraftwerk der Stadtwerke Heidelberg ab. Gedacht wird auch an eine Erweiterung der Öffnungszeiten. Und die Suche nach Partnern für eine kommunale Zusammenarbeit läuft. Die Stadtwerke haben ihre Fühler Richtung Dietzenbach und Rödermark bereits ausgestreckt. Aktuell freuen sich die Stadtwerke aber zunächst einmal, dass die Gütegemeinschaft Kompost dem in der Anlage produzierten Kompost das RAL-Gütezeichen verliehen hat. Dieses Gütesiegel ist bekannt aus der Produktklassifizierung von Industrieprodukten bis hin zu Spielzeug.

Was ist der Vorteil für den Kunden? Früher holte man sich mit dem Kompost der Rodgauer Anlage das Unkraut in den Garten. Durch die Einhaltung bestimmter Standards bei der Produktion wird das jetzt unterbunden. Der Kompost mit Gütesiegel wird größtenteils aus Sträuchern, Zweigen, Laub und ähnlichen Gartenabfällen hergestellt. Biomüll wird nicht verwendet. Stadtwerke-Chef Dieter Lindauer: „Es handelt sich um ein einwandfreies Qualitätsprodukt, das regelmäßigen unabhängigen Kontrollen unterliegt.“ Die Rottehaufen werden regelmäßig umgesetzt, um die Belüftung sicherzustellen. In den Kompostrotten werden Temperaturen von mehr als 70 Grad Celsius erreicht. Keime und Samen sterben ab. Dieser sogenannte Hygienisierungsprozess dauert insgesamt etwa acht Wochen. Anschließend reift der Kompost auf der Nachrottefläche weitere vier bis sechs Wochen zum fertigen Kompost. Die Komposterde muss dann nur noch maschinell gesiebt werden, bevor sie in verschiedenen Körnungen abgegeben oder auch verkauft werden kann.

Monatlich werden auf der Kompostierungsanlage im Schnitt mehr als 300 Tonnen Grünschnitt angeliefert. Aus einer Tonne Grünschnitt entsteht in drei bis vier Monaten etwa eine halbe Tonne Komposterde. Die Kompostierungsanlage ist in den Frühlings- und Sommermonaten bis 31. Oktober montags und freitags von 14 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Auch Ostersamstag ist regulär geöffnet. Ostermontag bleibt aber zu. In den Herbst- und Wintermonaten, ab 1. November bis 31. Dezember, ist die Kompostierungsanlage montags und freitags von 14 bis 16 Uhr und samstags von 9 bis 14.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen können auf der Internetseite www.stadtwerke-rodgau.de abgerufen werden.

Die Komposterde ist fast das ganze Jahr über in der Körnung zehn Millimeter erhältlich. Rodgauer Bürger erhalten Kompost kostenlos in haushaltstypischen Mengen zum Selbstabfüllen. Der Kompost der Körnung von zehn Millimeter eignet sich insbesondere für Zier- und Nutzgärten und kann außerdem Balkonpflanzenerde beigemischt werden. Auch die Verladung von größeren Mengen ist möglich. (bp)

Quelle: op-online.de

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