Die Kundschaft ist gefragt

Fragebogenaktion der Stadt für Wochenmarktbesucher

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Seit mehr als 20 Jahren ist Blumenhändler Claudio Palumbo mit seiner bunten Ware auf dem Wochenmarkt freitags in Nieder-Roden zu Gast. Samstags ist er in Jügesheim vorm Rathaus zu finden.

Rodgau - Die Stadt Rodgau will mehr über das Einkaufsverhalten der Kundschaft auf den Wochenmärkten in Nieder-Roden und Jügesheim erfahren. Deswegen ist vom 15. April bis Ende Juni eine Untersuchung geplant, die mit der Hochschule Darmstadt organisiert wird.

„Der Markt am Puiseauxplatz ist eine feste Größe“, meint Stadtrat Werner Kremeier. „Die Befragung machen wir nicht, weil wir unzufrieden sind“, betont Bernhard Schanze. Doch alles, was gut sei, könne man noch besser machen, glaubt der Wirtschaftsförder. Gern möchten die Organisatoren etwas darüber erfahren, was die Kunden zum Einkaufen auf den beiden Märkten motiviert, wie häufig sie sie besuchen und wie sie das bunte Treiben insgesamt beurteilen. Wünsche und Ideen der Kunden sollen in die künftige Gestaltung einfließen, um die Attraktivität des hiesigen Angebots im Herzen der beiden Ortsteile zu erhöhen und weiter zu entwickeln. Schließlich finden sich in der Region eine Menge schöner Wochenmärkte, die Einkäufer womöglich noch mehr locken.

An jeweils drei Tagen, die vorher nicht bekannt sind, werden Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule Darmstadt Kunden interviewen. Einen Online-Fragebogen soll es auch geben, der auf der städtischen Homepage vom 15. April bis 1. Juli abgerufen werden kann. Ergebnisse wollen die Wirtschaftsförderung und der Fachdienst Öffentliche Sicherheit und Ordnung, bei dem die Märkte angesiedelt sind, nach den Sommerferien präsentieren. Das Projekt lässt sich die Stadt etwa 5000 Euro kosten.

Wie Fachbereichsleiterin Elfi Ziebold erläuterte, sind freitags auf dem Puiseauxplatz in Nieder-Roden 13 Marktbeschicker vertreten und samstags fünf Händler vorm Rathaus in Jügesheim anzutreffen. Außer Backwaren, Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst bieten sie auch Schnittblumen und Topfpflanzen an. Die meisten Anbieter seien seit vielen Jahren dabei, sagte Ziebold. Doch weil sich die Ansprüche und Trends verändern, wollen die Rodgauer Organisatoren besser auf Kundenwünsche reagieren können. Seit 1. Januar 2014 ist die Stadt für die Zusammensetzung des Marktangebots zuständig: In den Jahren zwischen 2008 und 2013 hatten die Macher in Nieder-Roden die Deutschen Marktgilde mit der Organisation beauftragt.

siw

Quelle: op-online.de

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