185.000 Euro Zuschüsse

63 neue Park+Ride-Parkplätze entstehen in Weiskirchen

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Die neuen Stellplätze am Bahnhof in Weiskirchen (im Hintergrund) sind bitter nötig. Der Bahnhof und die umliegenden Straßen werden Tag für Tag regelrecht zugeparkt.

Weiskirchen - Einen weiteren Parkplatz für S-Bahn-Fahrgäste will die Stadt Anfang nächsten Jahres in der Nähe des Bahnhofs Weiskirchen bauen. Davon profitieren auch Berufspendler aus dem Ostkreis. Fast zwei Drittel der Baukosten von rund 300.000 Euro sind durch Zuschüsse gedeckt.

Der Park+Ride-Parkplatz an der Ecke Bahnhofstraße/Friedrich-Henkel-Straße soll Platz für 63 Autos bieten. Eine Hecke soll ihn von Gemüsegärten abgrenzen. Außerdem muss die Stadt elf Bäume pflanzen. Der Bebauungsplan ist bereits seit viereinhalb Jahren in Kraft. Mit dem Bau der P+R-Anlage musste die Stadt bis zum Zuschussbescheid aus Wiesbaden warten. Das Warten hat sich gelohnt. Die Straßenbauverwaltung „Hessen mobil“ hat einen Zuschuss von bis zu 185 100 Euro bewilligt. Damit muss die Stadt aus eigenen Mitteln rund 109.000 Euro aufbringen. Die Gesamtkosten werden auf 295.000 Euro geschätzt. Jetzt hat die Stadt vier Monate Zeit, um die Arbeiten zu vergeben. Planung und Ausschreibung müssen flott über die Bühne gehen. Der Magistrat rechnet mit dem Baubeginn Mitte Januar und einer Bauzeit von drei Monaten.

Die Klagen über fehlende Parkplätze sind so alt wie die S-Bahn. Schon beim Betriebsbeginn im Dezember 2003 waren die Rodgauer P+R-Plätze voll belegt. Die Bahn hatte nur einer begrenzten Anzahl an Stellplätzen zugestimmt, um die anteiligen Baukosten zu senken. Die Stadt musste später teuer nachbessern, unter anderem hinterm Bürgerhaus Dudenhofen. Besonders hoch ist der Parkdruck in Weiskirchen. Diese S-Bahn-Station eignet sich für Pendler aus Seligenstadt und dem Ostkreis. Entsprechend lang ist die Blechschlange an der Bahnhofstraße: Wer morgens einen der 92 Stellplätze direkt am Bahnhof ergattern will, muss früh aufstehen. Eine Befragung ergab im Herbst 2008, dass die Hälfte der dort parkenden Autofahrer aus Seligenstadt kam.

Hoffnung auf zusätzliche Stellplätze nährte die Stadt seit Mitte 2008. Damals beschloss das Stadtparlament die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gelände an der Ecke Bahnhofstraße/Friedrich-Henkel-Straße. Das Problem war: Die Stadt besaß dort keine Grundstücke und zunächst wollten nur wenige Eigentümer ihre Flächen verkaufen.

eh

Quelle: op-online.de

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