Deal für Casino4Home in "Höhle der Löwen"

50.000 Euro für Rodgauer Unternehmer

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Haben den Deal in der Tasche: Andy Sanders, Nikias Karner und Jorin Karner (von links) erhalten 50.000 Euro von Jochen Schweizer für ihr Geschäftsmodell Casino4Home.

Rodgau - Die drei Gründer von Casino4Home haben sich gestern Abend erfolgreich in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ vor den Investoren präsentiert. Für ihre Geschäftsidee - ein mobiles Casino für jedermann - haben sie einen Deal über 50.000 Euro mit Erlebnis-Unternehmer Jochen Schweizer ergattert.

Den selbsternannten Höhepunkt ihrer Firmengeschichte erleben die Rodgauer Nikias (34) und Jorin Karner (30) und ihr Freund und Geschäftspartner Andy Sanders (33) am gestrigen Abend. Sie sind zu Gast in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“. Vor den Augen von nahezu drei Millionen TV-Zuschauern stellen die Unternehmer ihre Geschäftsidee den Investoren vor. Die Gründer selbst verfolgen die Ausstrahlung der Sendung mit Freunden, Mitarbeitern und Familienangehörigen, insgesamt etwa 60 Gästen, in der Sporthalle der TG Hainhausen (ein Bericht folgt in unserer morgigen Zeitungsausgabe).

Gekleidet im eleganten Smoking, umgeben von einem edlen Roulettetisch und begleitet von einem Croupier sowie einem „Candygirl“ wollen die drei Geschäftsmänner in der „Höhle der Löwen“ die Promi-Juroren von ihrem Geschäftskonzept eines mobilen Casinoabends zum Buchen überzeugen. Die Freunde benötigen 50.000 Euro und das Wissen der Inverstoren. Für eine Unterstützung bieten die Rodgauer den Inverstoren zehn Prozent ihres Unternehmens an.

2011 gründeten die Brüder Karner und Sanders die Firma Casino4Home, um sich fortan auf die Vermietung und Betreuung von mobilen Casinotischen zu spezialisieren. Seither läuft das Geschäft sehr erfolgreich. Die Firma aus Rodgau betreut nach eigenen Angaben mehr als 150 Veranstaltungen im Jahr, Tendenz steigend. Das Klientel besteht den Gründern zufolge sowohl aus Firmenkunden aus Privatpersonen. Casino4Home untermalt Weihnachtsfeiern oder Produktpräsentationen, aber auch Geburtstage oder Junggesellenabschiede seit fünf Jahren mit dem Hauch von Las Vegas.

Die „Löwen“ testen Casino4Home am Roulettetisch direkt auf Herz und Nieren, bevor es ums Wesentliche geht: Die drei Rodgauer Unternehmensgründer müssen Fragen zu Geschäftszahlen, Kalkulationen und ihrer Auftragslage beantworten. Die Investoren Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Ralf Dümmel, Frank Thelen und Jochen Schweizer gehen ins Detail und stellen kritische Rückfragen. Nach und nach verabschiedet sich ein potentieller Investor nach dem anderen aus dem Poker um das Casinogeschäft. Frank Thelen vermutet kritisch: "Das was ihr da habt, ist ein Hobby. Aber es ist kein Unternehmen".

Schweizer: "Ihr seid da, wo ich vor 25 Jahren war“

Anders sieht es bei Jochen Schweizer aus. Der  Geschäftsmann kann sich in die Gründer hineinversetzen und erkennt Potential: "Ihr seid in einer Situation, in der ich vor 25 Jahren war. Da hab ich nämlich genau das gemacht, was ihr jetzt macht. Nur mit einem anderen Instrument, dem Bungeejump. Und da hätte auch keiner gedacht, was mal daraus wird." Aus dieser Idee heraus entstand sein heutiges Imperium, das über die gesamte Unternehmensgruppe hinweg einen Jahresumsatz von über 85 Millionen erwirtschaftet.

So jung und schon Chef: Wenn Berufseinsteiger Firmen gründen

Schweizer will das Trio zu unterstützen, stellt jedoch einige Bedingungen: Damit Casino4Home erfolgreich werden kann, müssen die drei Freunde voll einsteigen und eine Firma gründen. Für seine Expertise und finanzielle Unterstützung fordert Schweizer 25,1 Prozent Firmenanteil. Außerdem möchte er, dass der Gewinn erst am Jahresende ausgeschüttet wird. Damit liegen seine Bedingungen weit von den ursprünglichen Vorstellungen der Gründer entfernt. Doch die Karner-Brüder und Sanders sind sich einig: Sie wollen den Weg mit Jochen gehen und nehmen den Deal an.

Schweizer bietet den drei Gründern die geforderte Investitionssumme von 50.000 Euro an. Das Rodgauer Unternehmen Casino4Home wird künftig Teil von Schweizers Unternehmensgruppe sein - und hält 25,1 Prozent des mobilen Casinounternehmens. Ein Erfolg für beide Seiten, finden die jungen Rodgauer Unternehmer. „Die Firma muss in drei Jahren eine Million Umsatz machen“, erklärt Schweizer. Die Investition in Casino4Home wird vorerst auch der letzte Deal Schweizers in der „Höhle der Löwen“ sein. Er verlässt die Sendung, um sich auf seine bestehenden Projekte zu konzentrieren. Eines wird davon künftig die Zusammenarbeit mit dem mobilen Casino der Rodgauer sein. Casino4Home soll noch weiter wachsen, künftig auch über die Grenzen Deutschlands hinaus, das wünschen sich die Rodgauer, die den Erfolg bei ihrem selbst veranstalteten Rudelgucken gestern gebührend feierten. 

Aus der Region haben bereits zwei andere junge Unternehmen an der TV-Show teilgenommen: Die Offenbacher Firma Caketales, die Tortenständer bei Back-Partys vertreibt, hat 100.000 Euro ergattert, die Bartöl-Unternehmer von Gøld’s, ebenfalls aus der Lederstadt, gingen leider leer aus. (jrd)

Quelle: op-online.de

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