Diskussion zur S-Bahn-Linie 1

Nur auf die Verspätung ist Verlass

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Rodgau - Verspätungen, Ausfälle und unzureichende Informationen auf der S-Bahn-Linie 1 sind oft Thema. Zur jüngsten Berichterstattung vom Bahnsteig in Jügesheim äußerten sich zahlreiche Leser via Internet.

Wir geben einen Überblick über die Kundenmeinungen:

„Missy“ schreibt: „Es vergeht nicht ein einziger Tag ohne Verspätungen. ... Komisch dass es jahrelang ganz gut funktioniert hat. Entweder gibt es Großstörungen (Weichen, Signale, Stellwerk, Bahnübergänge), und wenn nicht das, dann sind es Störungen im Betriebsablauf. Und das Tag für Tag. Verspätungen sind wirklich das Einzige, worauf man sich jeden Tag beim S-Bahn-Fahren auf der Linie S 1 verlassen kann.“

„sas20“ schreibt: „Monat für Monat werden mir zirka 130 Euro Fahrpreis vom Konto gebucht. Seit mittlerweile einem halben Jahr existiert der RMV-Fahrplan nur noch auf dem Papier, die Realität gleicht einer Bananenrepublik, man schaut nicht auf einen Fahrplan, sondern man stellt sich auf den Bahnsteig und wartet und hofft darauf, dass der Zug irgendwann kommt. ... Wenn ich irgendwo relativ pünktlich erscheinen möchte, ist die Bahn mittlerweile überhaupt keine Option mehr. Muss ich jetzt immer eine oder zwei Bahnen vorher fahren um pünktlich sein zu können?“

„Tazzyminator“ schreibt: „... Das ist einfach kein Erlebnis morgens im Pendlerverkehr in zu kleinen Zügen zu sitzen. Dicht an dicht gedrängt und immer hoffend dass es weitergeht. Genauso wie die Durchsage der Züge nach Mühlheim: ,Dieser Zug hält in Offenbach-Ost, weil er so viel Verspätung hat.’ Der nächste fährt aber auch nur bis Offenbach-Ost, also brauche ich hier schon teilweise eine Stunde länger nach Hause. Ganz toll auch die Planung um 20.36 Uhr fährt die S 9 von Ffm-Ostendstraße nach Hanau, die nächste erst eine dreiviertel Stunde später.

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Warum unterbricht man hier den halbstündigen Takt? ... S-Bahnen im Pendlerverkehr, die so voll sind, dass keiner mehr reinpasst. Rollirampen, die vom Zugführer rein- und rausgeräumt werden müssen, extrem große Spaltmaße zwischen Bahnsteig und Bahn, Bahnsteig Darmstadt-Eberstadt, an dem man in die Regionalbahn eine Höhe von mehr als einem Meter überwinden muss um einzusteigen – was für alte oder gehbehinderte Menschen unmöglich ist. Das sind Zustände wie in einem Entwicklungsstaat!“

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„ueberbringer“ schreibt: „Es ist auch eine Frechheit, wie sich der RMV windet, um sich um Rückerstattungen der Fahrpreise zu drücken. Nach dem letzten richtig großen Ausfall (der Luftballon in der Oberleitung in Frankfurt, Ende September), bei dem ich fast zwei Stunden ohne Information am Bahnsteig rumgestanden habe, hab ich mal versucht, eine Rückerstattung zu beantragen. Ergebnis: Als Kunde, der mit einer Monatskarte unterwegs ist bekomme ich für eine Fahrt (insofern der Zug über eine Stunde verspätet ist) 1,50 Euro erstattet. Ausgezahlt wird aber erst ab vier Euro. Also ab der dritten Verspätung. Wenn keine drei Verspätungen bei einer Monatskarte zusammenkommen (oder man die nicht nachweisen kann) verfällt der Anspruch. Man kann also auch nicht mehrere Monatskarten gesammelt einreichen.“

siw

Quelle: op-online.de

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