Keine Angst vor Dieter Bohlen

Stimmungskanone aus Dudenhofen beim „Supertalent“

Dudenhofen - Schlagersängerin Petra „Küddy“ Kütenbrink aus Dudenhofen ist am Samstag, 5. Dezember, 20.15 Uhr in der aktuellen Staffel von „Das Supertalent“ auf RTL zu sehen. Als Stimmungskanone mit deutschen Texten will sie die Jury um Dieter Bohlen begeistern. Von Simone Weil 

Ihr Lied „Zieh Dich aus, wir müssen reden“ von Krümel kennt der für seine deutlichen Worte bekannte Musiker und Musikproduzent Dieter Bohlen nicht. Passend zum Text zupft Petra Kütenbrink an dessen Pullover, doch der Juror weigert sich, die Hüllen fallen zu lassen. Die 55-Jährige lässt nichts auf die Jury mit Inka Bause, Bruce Darnell und  Bohlen kommen: „Auch wenn viele etwas anderes sagen, der Herr Bohlen ist ein sehr, sehr netter Mensch“, findet sie. Weil sie schon seit ihrem 14. Lebensjahr singt und seit Jahrzehnten nebenberuflich als Entertainerin unterwegs ist, sei sie auch beim Casting in Mannheim und der späteren Aufzeichnung in Bremen nicht aufgeregt gewesen, erzählt Petra Kütenbrink. Mit Hut wie für ihre sonst üblichen Auftritte habe sie sich angezogen und zurechtgemacht: „Das muss dann reichen“, sagt sie. Was arg abgebrüht klingt, hat für die gebürtige Berlinerin mit Bodenhaftung zu tun. Küddy: „In meinem Alter denkt man nicht mehr, man wird noch berühmt. Also ist es besser, auf dem Teppich zu bleiben.“

Wirklich spannend fand es die gelernte Hotelfachfrau, beim Fernsehen hinter die Kulissen zu gucken. „Ich wollte sehen, wie das abläuft und bin ganz ohne Erwartungen rangegangen.“ Allerdings sei der Präsentationstag in Bremen auch sehr anstrengend gewesen, sagt sie. „Man wartet den ganzen Tag darauf, dranzukommen und läuft von morgens bis abends verkabelt herum.“ Der Freundeskreis hat sie in ihrem Vorhaben bestätigt, die Familie war weniger begeistert und regelrecht skeptisch, ob der Auftritt beim „Supertalent“ der Schlagersängerin nicht vielleicht eine sinkende Nachfrage bei Musikveranstaltungen bescheren könnte. Doch eher das Gegenteil sei der Fall gewesen, versichert Petra Kütenbrink.

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Früher habe sie auch englische Texte gesungen, „doch in einem bestimmten Alter landet man bei Volksmusik und Schlagern“, sagt die Mutter zweier erwachsener Kinder. Ihr Mann allerdings hält so gar nichts von Schlagern. Der begleitet sie deswegen auch nicht zu ihren Auftritten, die sie mit Birgit Magel als Duo Frauenpower im ganzen Landkreis bestreitet. Die beiden Hobby-Sängerinnen treten zu Musik vom Band bei Betriebs- und Familienfeiern, aber auch in Kneipen auf und verbreiten gute Stimmung. Die gestandene Frau, die ihm richtigen Leben als Nachtbereitschaft im Theresien-Kinderheim ihre Brötchen verdient, macht ihre Sache gut und wirkt dabei völlig authentisch. Kein Wunder, dass sich auch Fotos mit dem beliebten Schlagerbarden Jürgen Drews von ihr im Internet finden lassen.

Mit dem Schlagervirus infiziert ist auch ihr Enkel Joel (6), der später mal in die Fußstapfen der Oma treten will. Der Kleine singt auch. Übrigens hat Küddy ihren Auftritt bei der Casting-Show selbst noch nicht gesehen. Am morgigen Samstag, wenn der Fernsehbeitrag ausgestrahlt wird, muss die Sängerin allerdings arbeiten: „Ich guck dann halt die Wiederholung.“

Quelle: op-online.de

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