Sportler und Tierzüchter aus Rodgau

Sieger des Jahres im Rampenlicht

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Zahlreiche Kinder und Jugendlichen erhielten „Gold“ für nationale und internationale Erfolge. Ganz vorne: Tänzerinnen der TGM SV Jügesheim.

Rodgau - Ehre, wem Ehre gebührt: Mehr als 200 Sportler und Tierzüchter aus Rodgau hatten im vergangenen Jahr überregionalen Erfolg. Bei der Vereinsgala am Samstag standen sie noch einmal im Rampenlicht.

Alle Sieger im Überblick (Bild vergrößern)

Die Besucher im Bürgerhaus Dudenhofen zollten ihnen Anerkennung: Jede und jeder Einzelne erhielt Applaus. „Gold“ und „Silber“ überreichten offizielle Vertreter der Stadt an 84 Einzelsieger und zwölf Mannschaften aus allen Stadtteilen. Ihre Erfolge reichten vom fünften Platz auf Hessenebene bis zur Weltmeisterschaft. Allen voran die beiden Sportler des Jahres: Ruth Jäger und Hans-Peter Schabinger sind der lebende Beweis, dass Kraft, Ausdauer und Spitzenleistungen nicht nur eine Domäne junger Menschen sind. Für viele Preisträger war die Vereinsgala mehr als eine Pflichtübung. Mit leuchtenden Augen nahmen die Jüngsten ihre Ehrenurkunden und Anstecknadeln entgegen. Aber auch Erwachsenen tut die Anerkennung gut. Manche lassen es sich mehr anmerken, andere weniger. Ein Taekwondo-Kämpfer freute sich wie ein Schneekönig über seine Auszeichnung.

Sportler und Tierzüchter erhielten ihre goldenen Ehrennadeln vom Sportkreisvorsitzenden, vom Bürgermeister und vom Sportdezernenten überreicht. (Bild vergrößern)

Nicht alle Sportler holten sich die Ehrung persönlich ab. Manche waren gerade sportlich unterwegs, etwa die Tanzgruppe „Footloose“ der TGM SV Jügesheim, für die es beim Mastercup um die erneute Qualifikation zur Europameisterschaft ging. Andere fehlten aus privaten Gründen. So waren zwei Schülerinnen gerade auf Klassenfahrt. „Sie haben hervorragende Leistungen vollbracht. Sie sind ein aktiver und wichtiger Bestandteil der Gesellschaft in unserer Stadt“, wandte sich Bürgermeister Jürgen Hoffmann an die Geehrten. Er dankte auch den unzähligen Mitgliedern der Vereine, die ehrenamtlich im Hintergrund arbeiteten.

17 Einzelsieger und fünf Mannschaften der Jugend bekamen „Silber“ für Erfolge auf Landesebene. (Bild vergrößern)

Sportliche Erfolge seien ohne Übungsleiter, Trainer und Betreuer nicht möglich, ergänzte Sportkreisvorsitzender Peter Dinkel. Landrat Oliver Quilling sprach von kreisweit 300 Sportvereinen sowie 160 Musik- und Gesangvereinen: „Sie tragen einen wesentlichen Anteil daran, dass wir hier im Kreis Offenbach eine hohe Lebensqualität haben.“ Einen Einblick in die Vielfalt ihres sportlichen Angebots boten zwei Vereine aus dem Rodgauer Norden. Mit dem koreanischen Schwertkampf Haidong Gumdo und einer traditionellen Form des chinesischen Kung-Fu zeigte die TG Weiskirchen, dass beim asiatischen Kampfsport oft die Kampfkunst im Vordergrund steht. Atemberaubend waren die Vorführungen in Hapkido, das auch zur Selbstverteidigung taugt: Am Vorabend des internationalen Frauentags demonstrierte eine Sportlerin, wie sie sich selbstbewusst sogar gegen einen Messerangriff wehren kann. Als Kontrast dazu stellte die Showtanzgruppe „Liberty“ der Sportvereinigung Weiskirchen mit Trainerin Franziska Zilch unterschiedliche Frauenrollen dar.

Vereinsgala: Auszeichnungen für Sportler und Tierschützer

Vereinsgala: Auszeichnungen für Sportler und Tierschützer

Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Kaiser, Stadträtin Karin Schroeder und Bürgermeister Jürgen Hoffmann ehrten die Erwachsenen mit „Silber“. (Bild vergrößern

Was die Weiskircher musikalisch drauf haben, bewies das Trompetenseptett „Doppel(s)pass“ mit Evergreens wie „Country Road“ und „Ring of Fire“. Schwungvoll und unterhaltsam agierte auch die Feuerwehr-Blaskapelle Rodgau in der ersten Hälfte des Abends. Dirigent Guido Obmann und seine 35 Musiker bauten sogar augenzwinkernd ein interaktives Element in ihren Auftritt ein: Sie ließen die Zuhörer per Applaus entscheiden, ob sie lieber ein Abba-Medley oder ein Stück von Ernst Mosch hören wollten. Für Abba war der Beifall stärker. Den Ernst Mosch gab‘s als „spontane“ Musikeinlage obendrauf.

eh

Quelle: op-online.de

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