Verzicht auf Buchstabensalat

SKV und TG Hainhausen bereiten die Vereinsfusion vor

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Zwei Vereine werden wie Puzzleteile zusammengefügt: An der Fusion arbeiten die Vorstandsmitglieder von SKV und TG Hainhausen (von links): Günther Werner, Alfred Röder, Egon Laux, Jörg Mades und Jochen Pommer.

Hainhausen - Aller guten Dinge sind drei. Bereits in früheren Jahren hat es Annäherungsversuche gegeben, doch jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden: Der Sport- und Kulturverein Hainhausen (SKV) und die Turngemeinde (TG) Hainhausen planen eine gemeinsame Zukunft. Von Simone Weil 

Die Entwicklung zur neuen Organisation soll für die Mitglieder gut nachvollziehbar gestaltet werden. Wie die Vorstandsvertreter erläuterten, soll beim Vereinigungsprozess zwar nichts übers Knie gebrochen werden und dennoch soll alles so schnell wie möglich geschehen. In Zeiträumen gesprochen sind etwa 12 bis 18 Monate angedacht. „Unsere Mitglieder beauftragen uns schon lange damit, dass Gespräche über eine Fusion geführt werden“, erläuterte Günther Werner, stellvertretender TG-Vorsitzender. Sinn und Zweck der Verschmelzung sei eine Bündelung der Kräfte und gleichzeitig eine Verringerung des Aufwands beispielsweise bei der Mitgliederverwaltung, sagte Alfred Röder. Der TG-Vorsitzende verspricht sich Einiges davon, den Mitgliedern viele Abteilungen zu einem Preis anbieten zu können. Handlungsbedarf sieht er auch bei der „Manpower“, da der harte Kern der Engagierten nicht größer wird. „Dann können wir vielleicht die nächsten 100 Jahre überstehen“, glaubt er.

Einen Aufschwung und Motivationsschub erhofft sich auch SKV-Vorsitzender Egon Laux vom Zusammenschluss der beiden Traditionsvereine, die zusammen 1200 bis 1300 Mitglieder in insgesamt 13 Abteilungen haben. „Die Fusion wird eine Bereicherung für den Stadtteil sein“, meint Laux auch im Hinblick auf 600 bis 800 zusätzliche Einwohner, die das neue Baugebiet H 17 mit sich bringen würde. Denn es entstehe „eine große Sportstraße“ mit Sportplatz, Saal, Wirtschaft, Tennisplätzen bis hin zur großen städtischen Halle. Da diese zu fast 95 Prozent von beiden Vereinen genutzt werde, könne man darüber nachdenken, die Halle zu übernehmen, glaubt der SKV-Vorsitzende. Große Ähnlichkeiten sieht Laux übrigens auch in der familiären Ausrichtung beider Organisationen. „Wir bieten Breiten- und keinen Leistungssport“, ergänzte Werner.

Zur Vorgehensweise: Am Ende des Verschmelzungsprozesses steht die Auflösung der Ursprungsvereine, der 75 Prozent der Mitglieder zustimmen müssen. Dann wird eine neue Organisation aus der Taufe gehoben, die auch einen neuen Namen tragen soll. „Wir wollen keinen Buchstabensalat“, sind sich die Vorstandsvertreter einig. „Der Name könnte in einem Wettbewerb ermittelt werden“, meint Jochen Pommer, stellvertretender SKV-Vorsitzender: „Wir wollen keine Traditionen vergessen, aber jung und sexy sein.“ Doch bis die Puzzleteile neu zusammengesetzt werden können, ist einiges vorzubereiten: Die Mitglieder werden per Post und Mail über Neuigkeiten informiert. Außerdem sollen auf den Homepages regelmäßig Nachrichten rund um die Fusion veröffentlicht werden. „Wir stehen aber auch gerne persönlich Rede und Antwort und wollen angesprochen werden“, sagt Pommer.

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Zum weiteren Vorgehen: Geplant ist ein Treffen der Vorstände mit dem Sportkreisvorsitzenden Peter Dinkel und Gernot Sattler, dem Steuerberater beider Vereine, für den 28. Mai. Darüber hinaus soll es regelmäßige Treffen der Abteilungsleiter und alle vier Wochen Arbeitsgruppen zu Themen wie Finanzen, Versicherungen, Inventar und Traditionen geben, in die sich alle Mitglieder einbringen können. Mit einer gemeinsamen Veranstaltungen zum Tag des Sports am 6. September und einer Jugendweihnachtsfeier wird Einigkeit gezeigt. Überschneidungen gibt es einzig bei der Fastnachtsabteilung: Doch die habe bereits früher zusammengearbeitet und werde die Veranstaltungen der nächsten Kampagne besprechen. Informationen sind noch vor den Sommerferien angekündigt.

Quelle: op-online.de

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