Gegenüber der Seniorenresidenz

Sportgeräte und Sitzgelegenheiten für Jung und Alt

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Gemeinsam geht alles besser. Willi Hermenau probiert den Balancierbalken auf dem Mehrgenerationenplatz aus.

Nieder-Roden - Gemeinsam ist Sport am schönsten. Diese Erfahrung machten gestern Bewohner der K & S Senioren- residenz und Kinder aus der Kita Seestraße. Sie nahmen den ersten Mehrgenerationenplatz in Rodgau in Besitz.

Eifrig und in flottem Tempo dreht Willi Hermenau an der Armkurbel. Man kann’s kaum glauben, aber der Mann ist 90. „Ich werde mich hier jeden Tag ein bisschen bewegen“, sagt er begeistert und macht sich mit Unterstützung einer Betreuerin auf den Weg zur nächsten Station: einem Balancierbalken. Den haben die Kinder aus der Kita Seestraße schon längst für sich entdeckt. Es macht ihnen Spaß, ihre Fähigkeiten zu testen. Vielleicht ist sogar ein klein wenig Nervenkitzel dabei, denn ein bisschen wackelig ist der Balken schon. „Dass wir gegenüber unserer Seniorenresidenz jetzt einen solchen Platz, ein solches Ziel haben, ist ideal und ganz wunderbar“, schwärmt Residenzleiterin Birgit Kusch von dem Projekt. „Wir haben Besuche dort schon in unseren täglichen Ablauf eingeplant, um die Mobilität der Bewohner zu fördern.“ Besucher, Angehörige und Paten sollen einbezogen werden.

Die Kita-Kinder waren mit ihren Erzieherinnen Sandra Hochwimmer und Bettina Berger-Grotjan zur Platzeröffnung gekommen. Bürgermeister Jürgen Hoffmann spannte sie nicht lange auf die Folter und verteilte Capri-Sonne.

Der erste Mehrgenerationenplatz in Rodgau kann ab sofort genutzt werden. In der Frankfurter Straße in Nieder-Roden, gleich gegenüber der K& S Seniorenresidenz, können Jung und Alt nicht nur einander begegnen und miteinander ins Gespräch kommen, sondern auch an unterschiedlichen Geräten üben. Eine Armkurbel dient der Stärkung der Arm- und Schultermuskulatur, auf dem Balancebalken können Koordination und Gleichgewicht trainiert werden. Beim Nordic-Trainer sind dann eher eine gewisse Kondition und die Kräftigung der Arme gefragt. Als viertes Gerät fordert die Pendelscheibe Koordination, Gleichgewicht und Reaktion von den Nutzern. Die Geräte der Firma Giro Vitale sind seniorengerecht gestaltet und sollen ebenso wie die von der Seniorenresidenz gestiftete Sitzbank dazu beitragen, dass sich auch ältere Menschen gerne auf dem zentralen Platz aufhalten.

Die Grünanlage wurde im Entwurf vom städtischen Fachbereich Grünanlagen und Forst und in der Ausführung von Landschaftsarchitektin Anette Breit, Bad Vilbel, gestaltet. Den Ausbau übernahm die Firma Warning Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Maintal-Bischofsheim. Der Mehrgenerationenplatz ist eines der Projekte aus dem städtischen Spielplatzentwicklungskonzept. Es finanziert sich aus dem Verkauf ehemaliger Spielplätze, die teils zwar als solche ausgewiesen, aber dann nie tatsächlich ausgebaut worden waren. Geld kommt auch aus dem Verkauf städtischer Grünflächen als Bauland.

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Die Baukosten für den Platz betragen rund 67.000 Euro. Bis dato verkaufte die Stadt vier ehemalige Spielflächen in der Tannenstraße, Am Schulwäldchen und in der Eugen-Roth-Straße und setzte zahlreiche Projekte aus dem Spielplatzkonzept bereits um. Unter anderem wurden die Spielplätze in der Buchenstraße, der Stralsunder Straße und der Hügelstraße um neue Spielmöglichkeiten ergänzt. An anderen Stellen sind die Sandflächen umgestaltet oder Spielflächen mit Bepflanzungen neu gegliedert worden. Als nächste Projekte stehen der Spielplatzneubau im Tucholskyweg und die Planung der Grün- und Spielfläche Auf dem Brühl an. Zur Eröffnung ermunterte Bürgermeister Jürgen Hoffmann die Gäste, den Platz gut anzunehmen und sich zu bewegen. „Aber nicht zuviel. Jeder nur, wie er kann.“ Der Park mit den Sportgeräten solle eine Begegnungsstätte für junge und ältere Menschen sein. Sie alle sollten ihn „in gegenseitigem Respekt nutzen. Hoffmann: „Passt aufeinander auf.“  (bp)

Quelle: op-online.de

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