Mehr als 300 Sportler beim 24-Stunden-Lauf

907 Runden in Dudenhofen für guten Zweck

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Kopf an Kopf: Obwohl es beim 24-Stunden-Lauf auf Ausdauer ankommt, waren immer wieder spannende Szenen zu erleben.

Dudenhofen - Das „Team Donja Stubica“ hat den 24-Stunden-Lauf gewonnen. Die Läufer aus Rodgau und der kroatischen Partnerstadt umrundeten den Fußballplatz an der Opelstraße 907 Mal. Dabei legten sie 326,8 Kilometer zurück. Auch alle anderen Sportler gaben ihr Bestes. Von Ekkehard Wolf 

Damit motivierten sie die Zuschauer, ihre Geldbeutel zu öffnen. Gut 500 Einzelspenden summierten sich am Ende auf 128.662,45 Euro für „Gemeinsam mit Behinderten“. In der letzten halben Stunde schnellte die Spendensumme um 50 Prozent nach oben. Stadionsprecher Matthias Ott meldete gestern um 11.30 Uhr einen Stand von 82.000 Euro. Fünf Minuten vor Schluss war die Marke von 100.000 Euro geknackt. Während die Läufer ihre letzten Reserven mobilisierten, tippten die Helfer im Infozelt die Spendenbelege ein: Ein Wettlauf gegen die Zeit. Als sich die Sportler um 12 Uhr mittags zur Ehrenrunde formierten, wurden im Infozelt immer noch Spenden erfasst.

Sie liefen allen davon: sieben Kroaten und drei Deutsche im Team Donja Stubica.

Die Spendensumme ist geringer als im vorigen Jahr, als rund 142.000 Euro in die Kasse kamen. Lothar Mark von der Stiftung „Gemeinsam mit Behinderten“ (GmB) ist dennoch voll des Lobes. Es sei „herausragend, dass bei weniger Besuchern der Einzelne mehr gegeben hat. Insofern profitieren wir auch von der konjunkturellen Erholung.“ Mit dem Erlös will GmB einen Teil der Hypothek fürs zweite Haus Emmanuel abbezahlen und einen neuen Mercedes-Transporter kaufen. Die Veranstalter hatten keinen neuen Rekord angepeilt, sondern 100.000 Euro als Ziel ausgegeben. Gerade in jüngster Zeit ist Spendenbereitschaft an vielen Stellen gefragt, zum Beispiel in Nepal, bei der Unterstützung für Flüchtlinge und beim regionalen Hospizprojekt.

24-Stunden-Lauf 2015 in Dudenhofen: Bilder

Dass die Besucherzahl geringer als sonst war, dürfte am Wetter gelegen haben. Die ersten Regentropfen fielen am Samstag gegen 17.30 Uhr - und danach wurde es nie mehr ganz trocken. Beim Start hatte es auf der Aschenbahn noch mächtig gestaubt. Helfer mussten die Bahn befeuchten, damit die Läufer nicht zu viel Staub in die Lungen bekamen. Das Sportlerfeld war gegenüber den Vorjahren etwas dezimiert. Fünf Mannschaften hatten krankheitsbedingt abgesagt. Kurzfristig hatte sich zudem ein leistungsstarker Einzelläufer („Ironmark“) krank gemeldet.

Die Church Runners danken.

Erstmals liefen auch vier Flüchtlinge mit. Das „Rotary Dream Team“ und die „Stolpertruppe“ hatten Läufer aus Äthiopien, Afghanistan, Irak und Iran dabei. Sie alle leben derzeit im Flüchtlingsheim an der Borsigstraße. Auch nach dem Benefizlauf nimmt „Gemeinsam mit Behinderten“ noch Spenden entgegen. Spendenkonto: IBAN: DE 75 5065 2124 0005 1271 62, BIC: HELADEF1SLS. Während fleißige Helfer noch die Zelte abbauten, richteten die Veranstalter schon den Blick nach vorn. Auf der Internetseite heißt es: „Zum 24-Stunden-Lauf-Startschuss sind es nur noch 362 Tage.“

Quelle: op-online.de

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