Haushalt erstmals wieder mit Überschuss

Stadt kommt aus den roten Zahlen

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Bürgermeister Jürgen Hoffmann kann sich freuen: Erstmals in seiner Amtszeit als Stadtkämmerer legt er einen ausgeglichenen Haushaltsplan vor. Unter dem Strich steht nicht nur eine schwarze Null, sondern ein Überschuss von 428.296 Euro.

Rodgau - Die finanzielle Lage der Stadt Rodgau entspannt sich weiter. Zum ersten Mal in seiner Amtszeit legte Bürgermeister Jürgen Hoffmann am Montag einen ausgeglichenen Haushalt vor.

Der Stadtkämmerer konnte den Stadtverordneten für 2016 nicht nur eine „schwarze Null“ vermelden, sondern sogar einen kleinen Überschuss. Etwa 80 Millionen Euro nimmt die Stadt Rodgau im nächsten Jahr ein und gibt sie wieder aus. Am Ende bleibt ein Plus von gut 400.000 Euro, wenn alles so kommt, wie es der Stadtkämmerer plant. Dank steigender Steuereinnahmen sei der Haushaltsausgleich vier Jahre früher als geplant gelungen, sagte Hoffmann in seiner Haushaltsrede. Eine weitere Steigerung sei 2015 und 2016 absehbar. Außerdem erwarte er 1,5 Millionen Euro mehr durch die Neuordnung des kommunalen Finanzausgleichs. Aufwärts gehe es auch mit der Gewerbesteuer. Die Ansiedlung neuer Unternehmen habe im vergangenen Jahr 700.000 Euro mehr gebracht - noch vor der Erhöhung des Steuersatzes.

Nach mehreren harten Jahren der Konsolidierung machen sich nun laut Hoffmann die Auswirkungen bemerkbar: „Ein Gesamtpaket aus notwendigem Leistungsverzicht, umfangreichen Aufwandsreduzierungen und Ertragssteigerungen in den letzten Jahren lässt unseren Haushalt 2016 auf soliden Füßen stehen.“ Sowohl die Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten als auch die kostenfreien Kita-Plätze wirkten sich positiv aus.

Seit der Umstellung der städtischen Finanzen auf das System der Doppik 2007 hatte Rodgau rote Zahlen geschrieben. Mit jedem Haushaltsdefizit rutschte die Stadt tiefer in die Miesen. Erst 2014 gelang es, diesen Sinkflug zu bremsen und die Kassenkredite auf dem Niveau von 47 Millionen Euro zu halten. Nun beginnt der Abbau der Schulden. Der Stadtkämmerer plant, die Kassenkredite bis 2021 um 35 Prozent auf 31 Millionen Euro zu reduzieren. Jürgen Hoffmann: „Dies macht deutlich, dass wir durchaus noch einen Weg vor uns haben, jedoch das Licht am Ende des Tunnels bereits erkennbar ist.“ (eh)

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Quelle: op-online.de

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