Öffentliches Angebot

Stadt prüft kostenloses WLAN für alle

Rodgau - Kann man in Rodgau bald kostenlos per Funk ins Internet gehen? Der Magistrat prüft derzeit die Einrichtung eines frei zugänglichen, öffentlichen WLAN-Angebots. Diese Abkürzung steht für „drahtloses Netzwerk“.

Eine Arbeitsgruppe im Rathaus sammelt bis Ende des Jahres Informationen über mögliche Anbieter, deren Angebot und die Kosten. Für die Gruppe kommt ein öffentlicher Internetzugang nur dann in Frage, wenn der Anbieter die Stadt vollständig und dauerhaft von Haftungsrisiken freihalten kann. Während der Magistrat von „öffentlichem WLAN“ spricht, geht die Stadtverordnetenfraktion „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB) noch einen Schritt weiter. Sie fordert „Free-WLAN“, also einen kostenlosen Zugang für alle. Nach ihrem Wunsch soll die Stadt ein solches Angebot „sukzessive in den Zentren der Stadtteile“ aufbauen. Auch die Buslinien sollten einbezogen werden. ZmB begründet den Antrag damit, dass es durch Gesetzesänderungen leichter geworden sei, ein Gratis-WLAN zu betreiben. Die Fraktion verspricht sich davon eine Aufwertung der Stadtteilzentren.

Die CDU macht sich diese Forderung zu eigen und ergänzt den ZmB-Antrag. Nach ihrer Ansicht sollen auch die S-Bahn-Stationen und öffentliche Gebäude mit kostenlosen Internetzugängen ausgestattet werden. In Frankfurt bietet der Kabelnetzbetreiber Unitymedia seit Ende Juli Gratis-WLAN an 20 Stellen an. Drahtlose Zugangspunkte („Hotspots“) gibt es derzeit in Rodgau nur vereinzelt, etwa in Hotels und Gaststätten. Die Deutsche Telekom betreibt nach eigenen Angaben drei Hotspots in Nieder-Roden, wo man sich gegen Bezahlung ins Internet einloggen kann. Als Gegenleistung für den Abbau von vier Telefonzellen hatte der Magistrat im Frühjahr 2014 von der Telekom zusätzliche Hotspots an den Bahnhöfen Jügesheim und Dudenhofen gefordert, aber offensichtlich erfolglos.

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eh

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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