Weiße Weihnachten?

Stadtwerke sind auf den Winter vorbereitet

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Stadtwerke kennen zwei Faustregeln für den Wintereinbruch - aber welche trifft diesmal zu? Der Winterdienst steht jedenfalls bereit. Das Streusalz aus dem Vorjahr rieselt noch, als wäre es frisch.

Rodgau - Kommt jetzt der Winter? Diese Frage stellt sich spätestens seit dem bisschen „Puderzucker“ vom Mittwoch. Von Ekkehard Wolf 

Die Stadtwerke Rodgau sind auf den Winter vorbereitet: Die Streufahrzeuge sind umgerüstet, Salz und Splitt liegen bereit, einige Zeitarbeiter wurden als personelle Verstärkung eingestellt. In den letzten zehn Tagen wurden die ersten glatten Straßen und Wege schon abgestreut. Aber wann fällt der erste Schnee? Der städtische Eigenbetrieb hat auf diese Frage nicht eine Antwort, sondern sogar zwei. Bauhofleiter Norman Keller rechnet Ende Dezember mit dem Wintereinbruch. Seine Faustregel: „100 Tage nach dem ersten Nebeltag in Rodgau.“

Stadtwerke-Betriebsleiter Dieter Lindauer hingegen hält weiße Weihnachten für möglich. Er sagt: „Sechs Wochen nach dem ersten Schneefall an der Ostküste der USA.“ Lindauer hat diese Winterwetterformel von seinem früheren Arbeitsort Augsburg mitgebracht. Dort rechnet man allerdings nur mit vier Wochen Abstand zur US-Ostküste.

Wann auch immer: Sobald der Schnee fällt oder die Straßen glatt sind, fährt der Winterdienst los. Eine Rufbereitschaft sorgt dafür, dass es schnell geht.

Die Stadtwerke nutzen die spezielle Straßenwettervorhersage der Wetterdienste. Auf Brücken und an anderen exponierten Stellen stehen Glättemelder, die automatisch Alarm schlagen. Hinweise auf einen Wetterumschwung kommen auch aus der Belegschaft: „Wir haben einige wetterfühlige Kollegen“, sagt Norman Keller.

Vier Punkte stehen an oberster Stelle im Streuplan:

  • Hauptstraßen, Brücken und Kreuzungen
  • S-Bahn-Unterführungen
  • Busstrecken
  • Schulwege

Winter 2014/2015: Erster Schnee in Hessen

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Danach kümmert sich der Winterdienst um andere Stellen im Stadtgebiet. Die Friedhöfe zum Beispiel stehen erst weiter hinten im Streuplan. „In vielen Fällen leisten wir über das gesetzlich vorgeschriebene Maß Winterdienst“, betont Stadtwerke-Chef Lindauer: „Bei starken und anhaltenden Schneefällen bitten wir jedoch um Verständnis, dass unsere Kapazitäten begrenzt sind und wir nicht überall sofort im Einsatz sein können.“

Der vergangene Winter war in dieser Hinsicht harmlos. Nur zehn Mal musste der Winterdienst ausrücken. Kein Wunder, dass von den 200 Tonnen Streusalz noch 150 übrig sind. Bei Schnee und Eis müssen auch die Bürger helfen. Das Räumen und Streuen der Gehwege ist Sache der Anlieger. Sie müssen von 7 bis 20 Uhr für Verkehrssicherheit sorgen. Nachts hingegen gibt es nach Auskunft der Stadt keine generelle Winterdienstpflicht - weder auf Straßen noch auf Gehwegen.

Bürgeler Dauercamper im Schnee

Quelle: op-online.de

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