Viele Besucher an der Waldfreizeitanlage

Städtisches Kinderfest: Eltern um Ausreden nicht verlegen

+
Stockbrot am Lagerfeuer selbst gegrillt: So schmeckt es den kleinen Besuchern doch gleich noch besser. Vorsichtshalber passt die Mama noch auf den Nachwuchs auf. 

Jügesheim -  Das städtische Kinderfest auf der Waldfreizeitanlage lockte wieder große und kleine Besucher an. Zu den besonderen Attraktionen zählten außer der gefragten Kuscheltierklinik, die fünf Meter hohe Kletterwand, der Zauberer und das Angelbecken. Von Peter Petrat 

„Mein Teddy kann nichts mehr sehen“, klagt ein kleines Mädchen und drückt ihr Lieblingskuscheltier an sich. Eines der beiden Knopfaugen ist ausgerissen und hängt nur noch an einem Faden. Zwar hat der hellbraune Teddy weder einen Namen noch eine Kuscheltierkrankenversicherung, doch behandelt wird er in der Klinik des Deutschen Roten Kreuzes trotzdem. Nach der Untersuchung und einer Operation mit Nadel und Faden sitzt das Knopfauge wieder fest an seinem Platz. Auf den Schock gibt es noch ein paar Süßigkeiten auf Rezept und die Anweisung, den Teddy nun eine Woche lang nur auf dem Arm zu tragen, was das kleine Mädchen auch gleich macht.

Die Kistenrutsche macht nicht nur den Rutschern Spaß: Das Angebot sorgt auch bei den Zuschauern für Stimmung.

Beim 34. städtischen Kinderfest an der Waldfreizeitanlage Jügesheim konnten die Kinder außer Sport, Spiel und Spaß noch mehr erleben. „Der eine macht gern Unfug, schläft und isst jede freie Minute und die andere ist abenteuerlustig und macht nur ein bisschen Unfug“, beschrieb Bürgermeister Jürgen Hoffmann die Maskottchen des Festes: Biene Maja und ihr Freund Willi. Mit Stadtrat Michael Schüßler machte der Schirmherr beim Bühnenprogramm den Anfang. Unterstützung gab es von den beiden schwarz-gelben Figuren, mit denen es sich auf der Bühne prima winken und tanzen ließ. Eine Show von Zauberer Abraxas, Auftritte diverser Rodgauer Tanzgruppen und viele Mitmachangebote von Firmen, Vereinen und Institutionen sorgten weiter für Unterhaltung.

Andrang herrschte etwa bei Baumeister Ivo, dem Maskottchen einer Rodgauer Baufirma. Gemeinsam werkelten die Kinder fleißig an der Werkbank. Aus einer Grundplatte und kleinen Gasbestonsteinchen entstand mit Kleber, Nägeln und Geschick ein Häuschen. Das wollten die Nachwuchsbaumeister sofort ihren Eltern zeigen.

Bilder: Kinderfest in Jügesheim

Bei den Pfadfindern bereiteten die Besucher am Lagerfeuer selbst Stockbrot zu, bevor es mit Ballspielen, Angeln im Planschbecken und auf der Kistenrutsche weiter ging. Beim Anblick der fünf Meter hohen Kletterwand der offenen Jugendarbeit der Stadt wurden bei manchen die Knie weicht – jedoch überwiegend bei den Eltern. „Nur die wenigsten Mütter oder Väter trauen sich, selbst zu klettern“, erzählten die Experten an der Station. Regelrecht abenteuerlich seien hingegen die Ausreden, die sie sich einfallen lassen. Dabei mache gemeinsam klettern Spaß, bestätigen Mutter und Tochter, die zeitgleich in den Seilen hingen.

Mit Helm und unter Anleitung meisterten die Kinder am Stand des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) mit ihrem Rad einen kleinen Hindernisparcours. Nur ein paar Meter weiter war ein zusätzlicher Hinderniskurs aufgebaut. Dort durften Groß und Klein aber nur zuschauen, wie die Interessengemeinschaft der Hundefreunde Rodgau ihre Vierbeiner durch den Agility-Parcours führten. Weitere Attraktionen waren Kinderschminken, Indianer in ihrem Tipi, ein Trommelworkshop sowie Fahrzeuge und Ausrüstung von Feuerwehr und DLRG, darunter sogar ein Rettungsboot.

Quelle: op-online.de

Kommentare