TSV-Einradabteilung zeigt ihr Können

Portion Selbstvertrauen geholt

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Trickreich, farbenfroh und bereit für die deutsche Meisterschaft: Die Einradabteilung zeigte daheim die Küren, die für den Wettkampf Bottrop bestimmt sind.

Dudenhofen - Trickreich, farbenfroh und bereit1 für die deutsche Meisterschaft: Die Einradabteilung des TSV Dudenhofen zeigte daheim die Küren, die für den großen Wettkampf im Mai in Bottrop bestimmt sind, bereits zwei Wochen im Voraus. Von Sven Stripling 

Die Leistungen bei 18 Vorführungen, egal ob Einzel-, Paar-, oder Gruppenkür, sorgten in der prall gefüllten Halle der Claus-von-Stauffenberg-Schule oft für Zwischenapplaus. Vor dem richtigen Wettkampf vor vertrautem Publikum einstudierte Küren schon einmal fahren zu können, das sorge für Selbstvertrauen bei den Fahrerinnen und außerdem bekämen so auch die Eltern, die ihren Nachwuchs nicht nach Bottrop zur Meisterschaft Anfang Mai begleiten könnten, die Küren ihrer Kinder einmal zu Gesicht, erklärte Elke Dubberstein, Abteilungsleiterin des Einradsports beim TSV Dudenhofen.

Unter diesem Zeichen stand folglich die Vorab-Präsentation der Wettkampfküren. Den Anfang machte zunächst die Wettkampfaufbaugruppe. Und die acht Fahrerinnen wurden ihrer Rolle als Motivator zur Einführung vollends gerecht. Als Katzen verkleidet und geschminkt, mit eindrucksvoller Gruppendynamik, machten sie vor allem den Zuschauern sichtlich Lust auf mehr. Doch weitere Gruppenküren mussten erstmal warten. Es folgten stattdessen zahlreiche Einzel- und Paarküren. Was gerade den einzelnen Fahrerinnen notwendigerweise an Gruppenbild und pompöser Ästhetik fehlte, machten diese jedoch in vielen Fällen durch die optimale Synthese von Musik und Choreographie wett. So beeindruckte beispielsweise Inga Kern als Ärztin verkleidet nicht nur auf dem Rad, sondern auch im Hinblick auf Kreativität und Dramatik.

Immer wieder begleitete ein gezielt gesetzter Piepton eines EKG Geräts, wie man sie in Krankenhäusern zum Messen der Herzschlagfrequenz findet, das Auf und Ab ihrer Choreographie. Doch auch den anderen Inszenierungen von Karina Lach, Vanessa Stolle und Dana Kaffenberger fehlte es nicht an Spannung und Rhythmus. So brillierte Karina Lach mit einer Vorführung im Stil eines römischen Gladiators, Vanessa Stolle mit ihrer Version von Schokoladenwerbung im violetten Dress des beliebten Genussguts der Firma „Milka“ und Dana Kaffenberger mit einem Ausflug in die Märchenwelt einer Prinzessin.

An den Gesichtern der Zuschauer ließ sich zeitweilig ablesen, wie aufreibend, emotionsgeladen eine zumeist wortlose Sportvorführung sein konnte. Die Paarchoreographien standen dem ebenfalls in nichts nach. Julia Friedrich und Nadine Weng ließen das Publikum in Nostalgie schwelgen, gestylt wie in den 50ern, als sie zu Rock-’n’-Roll-Musik große Teile der Halle der CvSS unsicher machten. Sarah Laber und Naima Ege hingegen zeigten auf, wie stressig ein Ausflug zu Ikea werden kann. Die Themen „Schulmädchen“, „Wikingerinnen“, „Sport“ und viele weitere wurden bei den Paarküren von Lea Jäger und Vanessa Stolle, Laura Mai und Lara Schmied, Meike Rath und Maja Novosel, Nele Ulrich und Lara Michael, Julia Stumpf und Jasmin Wieczorek und Sonja Rath und Katharina Bernatek mit Beifall überschüttet. Zum Finale wurde die Bühne voll, als die Kleingruppe 15+ mit ihrer asiatisch angehauchten Darbietung im Geisha-Stil begann.

Bilder: Präsentation der Einrad-Küren des TSV Dudenhofen

Egal wohin man blickte, es harmonierte jedes einzelne Teil mit dem anderen im Hinblick auf das Gesamtbild und selbst bei der Kleingruppe konnte sich der Zuschauer nach eigenem Gusto auf Ausschnitte fokussieren und sich selbst seine Lieblingsparts der Vorführung ausgucken, seine favorisierte Fahrerin verfolgen, da die gesamte „Bühnenfläche“ der Sporthalle genutzt wurde und Teile der Gruppe Verschiedenes darboten.

Die Küren der Großgruppen u15 und ü15 begeisterten in demselben Ausmaß mit den Themen „Muskeltiere“ und „Charleston“. Bei diesen Performances der TSV-Sportlerinnen überlegte sich sicher das eine oder andere Elternteil, doch die Reise nach Bottrop auf sich zu nehmen, um dabei zu sein. Immerhin schickt der TSV von 214 Teilnehmern ganze 41 ins Rennen.

Quelle: op-online.de

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