Parteien verärgert: „Kein Kavaliersdelikt“

Reihenweise Wahlplakate beschädigt

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Ewald Simon ersetzt ein beschädigtes Wahlplakat. Der Christdemokrat hat schon viele Wahlkämpfe miterlebt.

Rodgau - Eine böse Überraschung erlebten Parteien und Wählervereine am Mittwochmorgen: Gleich reihenweise lagen Wahlplakate in Hainhausen und Weiskirchen beschädigt auf dem Boden.

Ein Unbekannter hatte die Kabelbinder durchgeschnitten, mit denen die Plakate an den Masten von Verkehrszeichen und Straßenlaternen befestigt waren. Besonders betroffen war der Bereich zwischen dem Feuerwehrhaus Mitte und der Schillerstraße. Eine Ordnungspolizistin entdeckte die Beschädigungen; die Stadtverwaltung informierte die Parteien. „Da war schon ein Wüterich am Werk“, meint Ewald Simon aus Hainhausen, der am Vormittag neue CDU-Plakate aufhängte. „Das ist kein Kavaliersdelikt“, betont CDU-Stadtvorsitzende Margit Müller-Ollech.

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Auch andere Parteien haben unter Vandalismus zu leiden. Einzelne Plakate werden sogar mit Verunglimpfungen wie „Faulenzer“ und „Dummschwätzer“ beschmiert. Als „Angriff auf das Demokratieverständnis“ wertet Lars Neumann (CDU Nieder-Roden) rote Sprühfarbe auf einem Werbebanner seiner Partei am Badesee. „Verwirrte Jugendliche“ macht Heino Reckließ (FDP) für die jüngsten Beschädigungen verantwortlich: „Wir haben die Plakate wieder hingehängt. So viel an der frischen Luft war ich in der letzten Zeit nie.“

eh

Quelle: op-online.de

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