„Budenzauber“: Schöner Weihnachtsmarkt am Wasserturm

Stimmungsvoller Markt trotzt Regen

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Auch wenn das Wetter nicht mitspielte: Der Budenzauber zeichnet sich durch die besonders schöne Atmosphäre aus und tolle Geschenkideen aus.

Jügesheim - Selbst bei Wind und Wetter kommt Weihnachtsstimmung auf. Der dritte „Budenzauber“- Weihnachtsmarkt am Wasserturm veranschaulicht eindrucksvoll, welche Qualität und welche Relevanz derselbe für viele zu haben scheint.

Zahlreiche Besucher trotzen dem Novemberregen und dem aufgeweichten Boden um den Wasserturm. Mit Regenschirmen und Glühwein stehen sie um die wärmenden Feuertonnen und lassen sich die Vielfalt der Stände auf dem noch recht jungen Weihnachtsmarkt nicht entgehen. „Die Rodgauer lassen ihren Turm nicht im Stich, auch nicht wenn’s regnet“, meint Frank Eser, Vorsitzender des Vereins „Freunde des Wasserturms“, begeistert von den Besucherzahlen. „Das hätten wir nicht erwartet, dass trotz des Regens so viele Besucher kommen. Als es sich gegen Mittag so wie an den vorherigen Tagen bereits einregnete, haben wir Desaströses befürchtet“, räumt er ein.

Seit Donnerstagvormittag arbeiteten sechs Vereine aus fast allen Stadtteilen Hand in Hand am Aufbau für den jährlichen Weihnachtsmarkt am Wasserturm. Die Alten Herren der Sportvereinigung Weiskirchen, der Radfahrerverein Germania Jügesheim, der SKV Hainhausen, der TSV Dudenhofen, der Verein für Turnen und Fastnacht und die Freunde des Wasserturms scheuten keine Mühen. Selbst Samstagmittag wurden bis 14.30 Uhr, also eine halbe Stunde vor der Eröffnung des Marktes, noch Kleinigkeiten an den Hütten und am Drumherum korrigiert. Die Debatte, ob der Weihnachtsmarkt wetterbedingt ausfallen solle, war deswegen schnell vom Tisch. „Nach all der Arbeit, die wir und auch die Aussteller investiert hatten, wollten wir uns eine Absage nicht antun“, berichtet Eser. Auch sehr zur Freude der Kunsthandwerker, die sich eine Bude gemietet hatten, wie sich herausstellte.

Gerade Michael Steyer aus Wehrheim hatte immer wieder volles Haus, denn bei ihm versammelten sich ständig Besucher, die aufmerksam beobachteten, wie derselbe an seiner Drechselmaschine Holz bearbeitete, das nach und nach als Weihnachtsdekoration erkennbar wurde. Auch Lorenz und Lukas Köhl aus Jügesheim konnten sich ebenso des Öfteren an Zuschauern erfreuen. Wie Vater und Sohn aus Holz und Blech weihnachtliche Kunstwerke zauberten, fesselte zurecht den ein oder anderen, nicht zuletzt da gerade die Arbeit mit dem Plasmaschneider am Blech stimmungsvolle Funken streute, die von einer übergroßen Wunderkerze hätten stammen können.

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Daniela Nöll ging es an ihrem Stand etwas ruhiger an. Doch auch ihre eigens erstellten Wohnaccessoires und Geschenkideen fanden Gefallen und zauberten tolle Weihnachtsstimmung. Bei den kleineren Besuchern sollten die Bastelbude und das Lesezelt dafür sorgen. Im Schutze vor dem Regen konnten diese dort vorgelesenen Weihnachtsgeschichten lauschen oder ihr eigenes Lebkuchenhaus aus Keksen basteln.

Letztlich bestätige der gute Verlauf des Marktes dass der Budenzauber durchaus seine Daseinsberechtigung habe, resümiert Frank Eser. Sicher ist: Es lag zwar wetterbedingt nicht der Duft von Glühwein und süßem Gebäck in der Luft, aber geschützt vorm Regen ließ sich von hoch oben im Wasserturm dennoch ein romantischer Blick auf den Weihnachtsmarkt werfen. Und bei all den Lichtern konnte man sich bei leichtem Regenfall doch glauben machen, es seien die angekündigten Schneeflocken, die da vom Himmel fielen, zumindest wenn man nicht all zu genau hinsah. (sjs)

Bilder: Budenzauber am Wasserturm in Jügesheim

Quelle: op-online.de

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