Rentier und Garnelen

Jügesheimer Adventsmarkt erfreut Besucher noch am Wochenende

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Man kennt und triff sich gerne auf einen Becher Glühwein an der Kirche.

Jügesheim - Klein, aber fein lautet die Devise des Adventsmarkts in der Jügesheimer Ortsmitte: Noch bis Sonntag ist zwischen 14 und 21 Uhr geöffnet.

Stimmungsvoll schmiegen sich die mit Tannengrün verzierten Holzbüdchen an die Kirche und passend zum Auftakt des weihnachtlichen Treibens unter der Woche haben die Organisatoren sogar den Vollmond bestellt. Vor allem die lustigen Rentiere aus Tannenzweigen und kleinen Holzscheiben kommen gut an. Die sind originell. Ebenso wie die geschmückten Tannenbäume der städtischen Kitas, die noch vom Publikum prämiert werden sollen. Bratwurst, Folienkartoffen, Fischbrötchen, Crêpes und einiges mehr schmecken den Bummlern und dienen als Grundlage für die verschiedenen heißen Getränke: „heißer Hirsch“, roter oder weißer Glühwein – immerhin ist es kalt genug, mal was zu probieren. Kinder freuen sich über eine Fahrt mit dem Karussell oder heiße Pommes. Kleine Geschenke lassen sich außerdem finden. Neben Selbstgestricktem werden Marmeladen, Säfte, Kerzen und Gestecke aus eigener Herstellung angeboten.

Am Rand des Adventsmarkts bewirtet die Sängervereinigung Jügesheim ihre Gäste im Hof von Otto Maier an der Kirchgasse. Der Ort ist derselbe wie immer, doch auf der Speise- und Getränkekarte gehen die Sänger neue Wege. Das Angebot ist klein, aber fein. Genauer gesagt: vom Feinsten. Statt Bier schenken die Sänger Champagner und Prosecco aus und an Stelle von Bratwurst gibt es Riesengarnelen der Sorte „Black Tiger“. „Zwei Minuten im Gas-Wok und sie sind perfekt“, schwärmt Vereinsvorsitzender Dietmar Wilhelm: „Jede Portion wird frisch zubereitet.“

Bilder: Adventsmarkt am Jügesheimer Rathaus

Das Motto des Ganzen steht an einer Säule neben der Hofeinfahrt: „mondän“. Den Sängern ist klar, dass ihr Angebot nicht unbedingt mehrheitsfähig ist. „Die Frauen sind begeistert“, weiß Wilhelm aus ersten Reaktionen: „Neun von zehn Frauen finden es gut – und die zehnte mag keinen Fisch.“ Natürlich sei das ein Experiment. Der Verein könne auch damit leben, wenn er nur drei Portionen verkauft.

Damit das nicht passiert, bietet die Sängervereinigung einen Gruppenrabatt an: Wer für sieben Personen gleichzeitig bestellt, bezahlt nur sechs Mal.

siw / eh

Quelle: op-online.de

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