Seniorenfeier hat jedoch Zukunft

Bürger bangen um Weihnachtsveranstaltungen

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Auf die nette Bewirtung mit Kaffee und Kuchen in stimmungsvoller Atmosphäre sollen die Rodgauer Senioren auch in den kommenden Jahren nicht verzichten müssen.

Rodgau - Die vom Stadtparlament beschlossene Abschaffung der Ortsbeiräte lässt viele ältere Bürger um die städtischen Seniorenweihnachtsfeiern bangen: Denn die Feste werden bislang von den Repräsentanten der Ortsteile organisiert. Von Simone Weil 

Jetzt meldet sich Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Kaiser (SPD) zu Wort und versucht, die Gemüter zu beruhigen. Die Ortsbeiräte, die maßgeblich an der Organisation der städtischen Seniorenweihnachtsfeiern beteiligt sind, werden im kommenden Jahr nicht mehr gewählt. Deswegen sehen viele ältere Bürger auch die adventlichen Feste in Gefahr. Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Kaiser (SPD) ist wiederholt darauf angesprochen worden, ob denn im nächsten Jahr Kaffee und Kuchen für die Senioren gestrichen seien. Weil inzwischen auch verschiedene Vereine ihre organisatorische Unterstützung angeboten haben, möchte der Sozialdemokrat so schnell wie möglich Klarheit schaffen und einem möglichen Irrtum vorbeugen: „Die städtischen Weihnachtsfeiern werden nicht wegfallen, nur weil es ab dem nächsten Jahr keine Ortsbeiräte mehr gibt, sondern sie werden in gewohnter Weise in den kommenden Jahren fortgesetzt werden“, kündigt er in einer Pressemitteilung an. In dieser Stadt werde nicht einfach etwas gestrichen, meint der Chef des Stadtparlaments.

Für die Senioren soll sich nichts ändern. Kaiser: „Mit dem Wegfall der Ortsbeiräte wird diese Aufgabe auf die Stadtverordnetenversammlung verlagert und diese muss sich mit diesem Thema inhaltlich und organisatorisch beschäftigen.“ Der Chef des Stadtparlaments gibt sich zuversichtlich: „Was die Ortsbeiräte gekonnt haben, können die Stadtverordneten auch.“ Wenn alle mittun würden, sei es kein Problem, das zu meistern. In der Stadt Rodgau gibt es seit annähernd vier Jahrzehnten städtische Seniorenweihnachtsfeiern. Die beliebten Feste werden seit dem von den Ortsbeiräten unter Mithilfe der Stadtverwaltung organisiert. Bei den Veranstaltungen in den fünf Rodgauer Ortsteilen werden an die 1000 Besucher begrüßt. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 16.000 Euro.

Diese Summe sei auch für das kommende Jahr wieder eingeplant, sagt Kaiser. Wie der Kommunalpolitiker betont, möchte er auf gar keinen Fall, dass die Seniorenfeiern zu einem Politikum innerhalb des Kommunalwahlkampfs im nächsten Frühjahr werden. Weil es dann auch zu spät wäre, in die Vorbereitungen einzusteigen, habe er als Stadtverordnetenvorsteher bereits für das Jahr 2016 an dien gewohnten Adventssamstagen entsprechende Raumreservierungen vorgenommen, berichtet Kaiser. „Wir erreichen mit unseren Veranstaltungen ja auch einen großen Teil der Senioren, die sich auf diese stimmungsvollen Nachmittage freuen“, meint der Stadtverordnetenvorsteher. Entsprechenden Einladungen würden in gewohnter Form rechtzeitig rausgehen. Doch zunächst einmal stehen die aktuellen städtischen Weihnachtsfeiern noch bevor, bei denen Jürgen Kaiser wieder zahlreiche Senioren begrüßen wird.

Quelle: op-online.de

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