Weihnachtsmarkt in Dudenhofen

Bläserklang am Kirchturm

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Pfarrerin Christina Koch, Landrat Oliver Quilling und Hans-Jürgen Lange (von links) hießen die Gäste willkommen.

Dudenhofen - Sein Amt als Schirmherr bekam für Landrat Oliver Quilling freilich eine ganz neue Bedeutung. Denn ohne Schirm ging zu Beginn des Markts am Samstagabend unter dem Turm der evangelischen Kirche nichts.

Doch die vielen Gäste und Helfer an den Ständen zwischen Kirche und altem Backhaus ließen sich die gute Laune nicht verderben. Zumal der wenigstens halbwegs trockene Sonntag versöhnte. Dann trug auch die Jugendgruppe des Musikvereins Dudenhofen nachmittags nach Noten zur Vorfreude auf Weihnachten bei.

„Alles muss raus“ hieß es lautstark am Doppelstand des Rotary-Clubs Rodgau. Dort hatten die Ehrenamtler wieder lukrative Geschenktüten gepackt, die mit etwas Losglück den Besitzer wechselten. Der Erlös fließt dem geplanten Neubau eines Hospizes zu, für das die Rotarier im Sommer eine Stiftung gegründet haben, die inzwischen über mehr als 100.000 Euro Stiftungskapital verfügt.

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Fürs Hospiz verkauften auch die Damen der Evangelischen Frauenhilfe. Deren Mitglieder verkauften an ihrem Stand Gestricktes und Gehäkeltes, Marmelade, Likör, Plätzchen, Waffeln und mehr - alles selbst gemacht und von hervorragender Hausfrauenqualität. Gegenüber gingen bei der Partnerschaftsvereinigung Dudenhofen/Nieuwpoort die Fischspezialitäten weg wie warme Semmeln. Das soll die Kasse für die 2015 geplante 40-Jahrfeier aufbessern.

Lecker waren auch die Bratwürste der Jugendfeuerwehr. Was dort verdient wurde, kommt der Jugendarbeit zugute. Heiß und hochprozentig ging’s an den Ständen der Knallkepp und der AGV Volkschor zu. Und zwar in flüssiger Form. „Heißer Knallkopp“ und „Heiße Witwe“ hießen die kalorienreichen Likörspezialitäten, die dort nicht nur die Herzen der Besucher erwärmten. Warm ums Herz wurde es den Gästen auch am Stand der Feuerwehr. Der Glühwein in Winzerqualität dampfte heiß aus Bechern. Eine tragende Säule des Markttreibens war erneut der Musikverein Dudenhofen. Er stellte zur musikalischen Eröffnung mit Klaus Fenchel, Ralf Knöpp und Jannis Gröpl nicht nur die Turmbläser, sondern bereicherte den Auftakt überdies mit weihnachtlich-sonorem Blechgebläse: „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, „Alle Jahre wieder“ und „Tochter Zion“ ermunterten zum Mitsingen und Mitsummen.

Weihnachtsmarkt in Dudenhofen

Weihnachtsmarkt in Dudenhofen

Zuvor hatte der Vorsitzende des Förderkreises für kulturelle Projekte Dudenhofen, Hans-Jürgen Lange, das kleine Fest eröffnet und vor allem den vielen Beteiligten seinen herzlichen Dank ausgesprochen. Schirmherr Quilling lobte in kurzen Worten, der Markt hebe sich durch seine spezielle Atmosphäre wohltuend ab vom kommerziellen vorweihnachtlichen Trubel. Das sei auch gut so. Denn die Vorfreude auf Heiligabend müsse mehr sein als nur „Bratwurstidylle“. Das bringe die Veranstaltung jedes Jahr aufs Neue „hervorragend herüber“. Als Ermutigung zum Weitermachen überreichte Quilling einen Scheck der Sparkasse Langen-Seligenstadt.

Pfarrerin Christina Koch ermunterte die Zuhörer dazu, die Angebote des Weihnachtsmarkts reichlich zu genießen und Freude zu haben. Zugleich appellierte sie, sich Zeit zu nehmen im Advent, „um Gott für mich selbst zu finden: in einem stillen Moment im Gottesdienst oder unterm Weihnachtsbaum.“ Dies sei das eigentliche Weihnachtsgeschenk, „das keiner kaufen kann“. Die Pfarrerin rief schließlich dazu auf, die vielen Termine der Kirchengemeinde im Advent, Heiligabend und an den Feiertagen wahrzunehmen. „Ich werde da sein. Sie vielleicht auch.“

Weihnachtliche Atmosphäre in Dudenhofen

Weihnachtliche Atmosphäre in Dudenhofen

(bp)

Quelle: op-online.de

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