Wohnungen mit viel Service

Starke Nachfrage nach Johanniter-Neubau am alten Friedhof

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„Wohnen mit Service“ bieten die Johanniter ab Mitte nächsten Jahres in der Friedensstraße 4 bis 6 an. Die beiden Wohnblocks umschließen zwei Seiten des alten Friedhofs (Foto), der als innerörtliche Grünanlage dient.

Nieder-Roden - Wohnungen für Senioren liegen im Trend. Drei Anlagen mit barrierefreien Wohnungen werden zurzeit in Nieder-Roden errichtet. Eine davon ist das „Johanniter- Quartier“ an der Friedensstraße.

Beim Richtfest wurde bekannt: Für die 48 Wohnungen gibt es mehr als dreimal so viele Interessenten. Am ersten Wohnblock wird gerade der Vollwärmeschutz angebracht, über dem Nachbarhaus schwebt der Richtkranz. „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Dr. Karsten Falk. Im Landesverband der Johanniter-Unfallhilfe (JUH) ist er für betreutes Wohnen zuständig. Er erwarte, dass die beiden Häuser im Frühjahr fertig sind, voraussichtlich Anfang des zweiten Quartals: „Das hängt vom Winter ab.“

Es gibt gut dreimal so viele Interessenten wie Wohnungen. 163 Namen stehen zurzeit auf der Liste, wie Ute Schmidt vom JUH-Regionalverband berichtet. Sobald die Exposés fertig sind, wollen die Johanniter alle Interessenten nach und nach zu einer Besichtigung einladen. Diejenigen, die am längsten auf der Liste stehen, hatten sich gleich nach der Informationsveranstaltung im März 2015 eingetragen. „Bis zum Einzug Mitte 2017 kann sich die Lebensplanung schon verändern“, so Schmidt.

Bei den Interessenten handelt es sich vor allem um ältere Menschen, vorwiegend aus Rodgau. In einigen Fällen riefen auch erwachsene Kinder an, die ihre Eltern zu sich nach Rodgau holen möchten. Nicht alle künftigen Mieter gehören zur Altersgruppe „80 plus“, wie Ute Schmidt erklärt: „Auf der Liste stehen auch einige Personen um die 60, die sich aufgrund einer ALS-Erkrankung oder Multipler Sklerose gemeldet haben.“

Der größte Teil der Wohnanlage besteht aus Zwei-Zimmer-Wohnungen. Die 36 Appartements sind unterschiedlich groß (54 bis 73 Quadratmeter). Wer zu zweit einzieht und mehr Platz braucht, kann eine der zehn Drei-Zimmer-Wohnungen mieten, die 72 bis 83 Quadratmeter groß sind. Jede Wohnung hat einen Balkon oder eine Loggia. Das Sahnehäubchen sind zwei Penthouse-Wohnungen mit Dachterrasse, jeweils rund 100 Quadratmeter in vier Zimmern. „Diese Wohnungen sind sicher am schnellsten weg“, sagt Dr. Bernhard Knaf, ehrenamtlicher Vorstand. Die Wohnungen sind nicht billig. Die Kaltmiete liegt nach Angaben der Johanniter voraussichtlich zwischen 15 und 18 Euro pro Quadratmeter. „Das wissen auch die Interessenten, die auf der Liste stehen“, so Falk.

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Im Erdgeschoss des einen Hauses gibt es Räume für Veranstaltungen und Gruppen, die auch für private Feiern genutzt werden können. Im Haus nebenan werden ein Gymnastikraum sowie Wellnessräume mit Infrarotkabinen und Whirlpool eingerichtet. Zum „Wohnen mit Service“, wie es die Johanniter verstehen, gehört auch ein Empfang, der ständig besetzt ist. Die Mitarbeiter versprechen Rat und Hilfe in allen Lebenslagen - vom Lampenwechsel über Besorgungen beim Apotheker bis zur Beratung bei der Auswahl eines Pflegedienstes.

Die Sicherheitstechnik in den Wohnungen geht weit über den bekannten Hausnotruf weit hinaus. Jede Wohnung wird mit einem kleinen Computer ausgestattet, den die Johanniter nach Absprache mit den Bewohnern programmieren. Das Gerät schaltet beispielsweise den Herd aus, wenn man die Wohnung verlässt. Es kann auch um Hilfe rufen, wenn der Bewohner nachts nach dem Toilettengang nicht ins Bett zurückkehrt. (eh)

Quelle: op-online.de

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