SPD-Heringsessen in Wahlkampfzeiten

Wohnungsbau und freie Kitas

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Voll besetzt waren die Tischreihen beim Heringsessen des SPD-Ortsvereins Rodgau.

Hainhausen - Die SPD will die Kooperation mit Grünen, FDP und Freien Wählern auch nach der Kommunalwahl fortsetzen. Das unterstrich Spitzenkandidat Ralf Kunert beim Heringsessen der Partei im SKV-Vereinsheim.

In seiner Rede vor vollem Haus hob Kunert die Erfolge der SPD in der laufenden Legislaturperiode hervor: „Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern und unserem Bürgermeister Jürgen Hoffmann haben wir in den vergangenen fünf Jahren viel für Rodgau erreicht. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wollen wir fortsetzen.“ Das könne nur mit einer starken SPD gelingen. Als wichtiges Ziel für die nächsten fünf Jahre nannte Kunert, die Kindertagesstätten gebührenfrei zu halten. Eine gute und kostenlose Bildung für alle Kinder sei die Basis der gesellschaftlichen Gerechtigkeit.

Auch in den anderen Politikfeldern wolle man an die gute Arbeit der letzten Jahre anknüpfen, sagte der Spitzenkandidat. So wehe in der Stadtentwicklung endlich ein frischer Wind. Rodgau nehme seine Rolle als wichtiges Mittelzentrum im Rhein-Main-Gebiet an. Als Belege für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung nannte Ralf Kunert das neue Gewerbegebiet östlich der Bundesstraße 45 und den Ausbau des Opel-Testcenters. Auch in den Wohnungsbau sei Bewegung gekommen. So habe im Stadtparlament beschlossen, große neue Baugebiete schrittweise zu entwickeln, um mit der steigenden Nachfrage nach Wohnungen und Häusern Schritt zu halten.

„Wir werden aber nicht nur neue Baugebiete wie zwischen Hainhausen und Jügesheim entwickeln, wir legen auch ein großes Augenmerk auf bezahlbaren Wohnraum“, betonte der Redner: „Alleine der Markt wird nicht für ein ausreichendes Angebot von Wohnraum für Menschen mit niedrigem Einkommen sorgen können. Wir wollen deshalb jährlich drei Millionen Euro in diesem Bereich investieren.“

150 Jahre Sozialdemokratie: Geschichte der SPD

Gleichzeitig stehe die SPD in Rodgau für eine solide Finanzpolitik. Ohne Streichorgien sei es in den letzten fünf Jahren gelungen, den Haushalt auszugleichen und sogar ein moderates Plus zu erwirtschaften. Schwarze Zahlen seien auch in den nächsten Jahren das Ziel der SPD. Damit werde es auch möglich sein, in Rodgau wieder Straßen zu sanieren, ohne die Bürger mit Straßenbeiträgen zu belasten. „Mit uns wird es keine Straßenbeitragssatzung geben“, betonte Kunert.

Am Ende seiner Rede wendete Kunert sich der intensiv diskutierten Flüchtlingsfrage zu. Er lobte das Engagement der vielen ehrenamtlichen Helfer und warb dafür, die großen Herausforderungen für unsere gesamte Gesellschaft offen und optimistisch anzunehmen. Besonders die SPD sei gefordert, fremdenfeindlicher Politik entschieden entgegenzutreten. Diesen Gedanken nahm Bürgermeister Jürgen Hoffmann auf. Er appellierte an alle Anwesenden, wählen zu gehen und auch Freunde und Bekannte davon zu überzeugen.

eh

Quelle: op-online.de

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