Naturschutzbund schlägt Alarm

Zahl der Amphibien hat sich fast halbiert

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Rodgau - Ein letztes Mal kontrollierte Rudolf Gathof vom Naturschutzbund Rodgau in diesem Jahr die Eimer am Krötenzaun in Weiskirchen. Dabei stellte er fest, dass Kröten, Frösche und Molche ihre jährliche Wanderung beendet haben.

Um die Amphibien vor dem Verkehrstod zu bewahren, trugen er und weitere ehrenamtliche Helfer zwei Monate lang etwa 1 600 Tiere über die Straße - morgens um 6 Uhr und abends um 22 Uhr. Positiv sieht der Naturschützer die Zahl der toten Kröten. Deren Anzahl ist von 72 (Vorjahr) auf 29 Totfunde zurückgegangen. Gathof stellte jedoch fest, dass die Zahl der Amphibien im Vergleich zu den Vorjahren erheblich abgenommen hat. Als erschreckend bezeichnet er, dass die Zahl der Erdkröten seit 2011 um fast die Hälfte zurückgegangen ist. Ähnlich sieht es bei den Teichmolchen aus. Die Gründe sind unklar. Störche und Reiher haben Frösche und Kröten zwar auf dem Speiseplan, erbeuten diese aber meist im freien Gelände. Da auch der Waschbär im Kreis Offenbach Einzug gehalten hat, könnte er ein zusätzlicher Beutegreifer sein.

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Quelle: op-online.de

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