Spezielle Mietwohnungen für ältere Menschen

Kurze Wege mit dem Rollator

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Ein Neubau mit barrierefreien Wohnungen ist neben dem Altenheim an der Frankfurter Straße geplant. Auch die Johanniter bauen Mietwohnungen für Senioren.

Nieder-Roden - Zwei Wohnanlagen für ältere Menschen sollen in den nächsten beiden Jahren in Nieder-Roden entstehen. Die K&S-Gruppe plant einen Neubau neben ihrer Seniorenresidenz. Die Johanniter wollen am alten Friedhof bauen. Von Ekkehard Wolf 

Beide bieten „Wohnen mit Service“ an: Je nach Bedarf können die Mieter zusätzliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Beide Anbieter setzen bewusst auf Mietwohnungen. Dort können sich ältere Menschen einmieten, auch wenn sie (noch) keine Unterstützung benötigen. Bei Bedarf können die Mieter weitere Leistungen dazubuchen: von Unterstützung im Haushalt über das Mittagessen bis zur Pflege. Auf diese Weise können sie ihren Alltag lange selbst gestalten. Wer möchte, kann bis zum Lebensende in der Wohnung bleiben.

Das Bauschild steht schon neben der Seniorenresidenz an der Frankfurter Straße. Die K&S-Unternehmensgruppe hat das große Nachbargrundstück erworben, das seit vielen Jahren brach liegt. Früher war diese Fläche unter anderem für einen Kindergarten im Gespräch. Nun entsteht dort ein Haus für ältere Menschen, das die Seniorenresidenz ergänzt: Tagespflege für 20 Menschen im Erdgeschoss und 25 barrierefreie Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen in den Etagen darüber. Ein gemeinsamer Garten verbindet den Neubau mit dem Haupthaus. Die Wohnungsmieter können in der Seniorenresidenz zum Essen gehen und Veranstaltungen besuchen. Abendveranstaltungen sind auch in den Räumen der Tagespflege geplant.

Der erste Spatenstich für den Neubau ist für März geplant. Wenn alles gut geht, soll das Gebäude Ende 2016 oder Anfang 2017 fertig sein. An den Einzelheiten der Planung wird noch gefeilt. „Wir sind noch in der Projektierungsphase“, berichtet Residenzleiterin Birgit Kusch. Der Neubau berücksichtige Erfahrungen und Wünsche aller Fachleute von der Sozialbetreuung bis zur Gerontopsychiatrie. Das Bauvorhaben ist für K&S kein Neuland: Die Unternehmensgruppe bietet Servicewohnungen bereits an zwölf Standorten an.

Eine größere Wohnanlage plant die Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) am alten Friedhof Nieder-Roden. In zwei Gebäuden sollen 48 barrierefreie Wohnungen und einige Gemeinschaftsräume entstehen. Das ehemalige Feuerwehrgelände, der Friedhofsparkplatz und ein Teil der Straße werden überbaut. Der Ahornweg führt künftig als Gehweg zwischen den beiden Häusern hindurch. Am Montag entscheiden die Stadtverordneten über den Bebauungsplan und über einen Vertrag zwischen JUH und Stadt. Die Johanniter müssen innerhalb von sechs Monaten einen Bauantrag einreichen und spätestens sechs Monate nach der Genehmigung mit dem Bau beginnen. Die Bauarbeiten sollen innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen sein.

Das Baugelände der JUH ist knapp 3200 Quadratmeter groß. Die Gebäude sind mit je zwei Obergeschossen und einem zurückgesetzten Dachgeschoss geplant. Parkplätze für 28 Autos werden angelegt, elf dieser Stellplätze darf die Öffentlichkeit mitnutzen. Zusätzlich zur Miete erhebt die JUH eine Servicepauschale, die unter anderem einen Hausnotruf enthält. Bei Pflege und anderen Dienstleistungen setzen sowohl K&S als auch JUH auf die kostenpflichtigen Angebote der Johanniter und der Sozialstation Rodgau. Sie betonen, die Mieter könnten sich aber auch für jeden anderen Anbieter entscheiden.

Quelle: op-online.de

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