14 der 94 Nell-Breuning-Abiturienten haben Notendurchschnitt zwischen 1,0 und 1,5

Hohe Leistungsdichte an Spitze

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Die Besten der vielen Guten an der Nell-Breuning-Schule: Sie alle haben eine Abiturnote zwischen 1,0 und 1,5 - guter Grund für Rektorin Christine Döbert (rechts) und Bürgermeister Roland Kern, ihnen gebührend zu gratulieren.

Ober-Roden - Die Tage der Verleihung der Abiturzeugnisse haben in Rödermark schon etwas Magisches.

Das erste von 94 Abiturzeugnissen bekam Katharina Holstein aus der Jahrgangsgruppe 13a.

Vor zwei Jahren wurden zur großen Freude aller Zuhörer die Reden verkürzt, um rechtzeitig zum Anpfiff des Weltmeisterschaftsspieles Deutschland gegen die USA - für Statistiker: die DFB-Elf gewann dank Thomas Müllers Schlenzer 1:0 - fertig zu sein; in diesem Jahr lag die britische Brexit-Entscheidung belastend auf der Europa-Schule. „Wir hoffen, dass dieser Tag Ihnen nicht als der Tag des Brexit in Erinnerung bleiben wird“, fügte Bürgermeister Roland Kern seinen Grußworten an und erinnerte an die Aussagen des vorletzten Hochschultags, dass Nationalstaaten nur in europäischer Integration die Chance zum Überleben haben. Zuvor hatte sich Rektorin Christine Döbert – noch in der Doppelfunktion als Oberstufenleiterin, die ihr nun Barbara Kühnel abnimmt – Gedanken gemacht um die Frage der inneren wie der äußeren Haltung dieses Abiturjahrgangs. Er zählt zur „Generation Y“, die laut Online-Lexikon Wikipedia alles infrage stellt und als ehrgeizig, selbstbewusst und verwöhnt gilt. „Haben wir als Schule euch eine Haltung mitgegeben?“, fragte Christine Döbert.

Besonders bei aktuellen Fragen wie dem Miteinander mit Flüchtlingen gälte doch: „Es ist gar nicht so einfach, eine Haltung zu teilen – dazu gehört Selbstbewusstsein!“ Selbstbewusstsein wiederum zeigte Friederike Kunz, die im Namen der Schulabgänger zu allen Besuchern in der Kulturhalle sprach, vor allem aber zu ihren Jahrgangskollegen. Sie bekam rauschenden Beifall.

Begleitet von ihren Familien, nahmen 92 Abiturienten ihr Reifezeugnis und zwei weitere Schülerinnen die Bescheinigung der Fachhochschulreife entgegen. Die Nell-Breuning-Schule schaffte dieses Jahr erneut einen Gesamtschnitt von guten 2,3. Verblüffend ist dabei wiederum die starke Spitze: 14 Abiturienten wurden geehrt, weil sie sich einen Abschluss mit einem Notendurchschnitt zwischen 1,0 bis 1,5 erarbeitet hatten. Allen voran steht Lara Nickel mit 844 Punkten, gefolgt von Larissa Hofmann (841) und Sarah Meister (838) - in klassischen Noten ausgedrückt: 1,0. Yvonne Schorel, Aylin Yildiz, Katharina Freitag und Kevin Schaefer freuen sich über 1,2; Leonie Gotta, Felicia Henschler und Alexandra Clemenza erreichten die 1,3, Tobias Probanowski 1,4. Mit 1,5 im Schnitt sind Felix Hitzel, Christof Schäfer und Lara Tschendel dabei.

Abitur und Schulabschluss: Klassenbilder aus der Region

Die vielen guten Noten entstanden unter hessenweit gleichen Bedingungen. Die Einführung des Landesabiturs führt in fünf Fächern zu gleichen Prüfungen, darunter in Mathe, Deutsch und Fremdsprache oder Naturwissenschaft. Bestimmte „leichte“ Fächerkombinationen sind nicht mehr möglich. Geehrt wurden auch mehrere Schüler für besondere Leistungen in Physik und Chemie sowie für ihre Sprachzertifikate. Ein ganz dickes Lob zollte Dr. Philipp Wolf als Vertreter der diesjährigen Tutoren dem13. Jahrgang: „Ihr habt uns so wenig Ungemach bereitet wie noch nie an dieser Schule. Ich musste als Koordinator kaum etwas tun: Es lief alles wie von selbst!“ Nach so viel Lob und Musik der Europasong-Gruppe und von Niklas Gotta mit seinem Saxophon gab’s endlich die Reifezeugnisse, die gestern Abend mit einem großen Ball gefeiert wurden.

chz

Quelle: op-online.de

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