Adventsmarkt in Ober-Roden: Zarte Engel zwischen vielen Düften

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Glühwein und Punsch sind zwei der vielen Möglichkeiten, die fröstelnden Nasen, Ohren und Füße wieder zu erwärmen.

Ober-Roden -  Wenn zahlreiche Menschen in Ober-Roden auf einen Knopfdruck hin in ein vielstimmiges, entzücktes „Aaah!“ ausbrechen und der Bürgermeister so lyrische Sätze spricht wie „Der Baum - ein Traum! Sein Gesicht – ein Licht!“, dann ist der Adventsmarkt eröffnet. Von Christine Ziesecke

Traditionell begleitet von ersten adventlichen Liedern, dargeboten vom Frohsinn-Frauenchor, freuten sich viele Bürger auf dem Marktplatz auf ein Wochenende mit duftendem Glühwein, geselligen Treffen in der sehr kurzen Marktzeile und auf attraktive Anregungen für Weihnachtsgeschenke an den Ständen und in den Läden.

Buden der Fördervereine und Elternbeiräte der Kitas Sonnenburg oder Unter dem Regenbogen sorgten ebenso für eine heimelige Atmosphäre wie manche neu in die Marktzeile aufgenommenen privat betriebenen Stände, die besonders bemüht waren, dem Markt ein anheimelndes Gepräge zu geben. Offene Feuerstellen, Kinderkarussell und Zuckerwatte, hübsch und immer wieder kreativ dekorierte Einzelhandelsgeschäfte sorgten zwischen Marktplatz und Nazariuskirche für viele kleine Hingucker, über denen aber immer wieder die hohe Tanne und die adventliche Beleuchtung der Häuser am Platz dominierten.

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Musik unterm Christbaum machten im Lauf des Wochenendes auch noch die Jugendorchester der Musikvereine ebenso wie das große Orchester des Musikvereins 03, die Euro-Songgruppe der Nell-Breuning-Schule oder der Musikzug der TG. Abends kam Stefan Hofmann auf die Bühne.

Wenige Schritte weiter, beim längst ins Marktgeschehen integrierten Dinjerhof, hatten Kunst und Kunsthandwerk übers Wochenende ihre Bleibe. Eine trotz vieler Heizmöglichkeiten kühle Durststrecke für die Aussteller, aber eine idyllische Kulisse für die Besucher: die Ställe und die Scheune von Wilhelm Schöneberger, der stolz die Entwicklung seines renovierten Hofes begleitet. Duftende Seifen aus der heimischen Waldackerer Seifenküche, Motivkerzen aus Rodgau, Zwerge und Engel aus Stoff und Naturmaterialien, dazwischen eine Anleitung zum Basteln von Weihnachtskarten mit Stempeln, Kleber und Föhn – es gab viel zu sehen und zu kaufen. Erika Reinfelder und ihr Senioren-Kreativteam trugen Beispiele ihrer zahllosen gehäkelten und gestrickten Mützen gleich selbst zu Anschauungszwecken, während im Stall nebenan edle Filzkappen und -hüte zum Aufprobieren verlockten. Rödermärker KiR-Künstler sorgten für ein noch breiteres Angebot.

Bilder vom Adventsmarkt in Ober-Roden

Weihnachtsmarkt in Ober-Roden

Während am Samstag wohl viele Bürger noch mit häuslichen Pflichten oder Großeinkäufen beschäftigt waren, hofften Manfred Rädlein und sein Team um Thomas Rosenblatt und Jo Ahrendt auf den traditionell besser besuchten Sonntag. Eines war eindeutig: Die räumliche Konzentration auf Marktplatz und Dinjerhof hat sich allemal wieder gelohnt.

Quelle: op-online.de

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