Engpass ab nächster Woche

B45-Auffahrten: Doppel-Ampel soll Unfälle verhindern

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Ampeln sollen die Einmündungen der B 45-Abfahrten auf die B 459 entschärfen. Seit 2010 passierten dort 55 Unfälle mit fast 50 Schwer- und Leichtverletzten.

Ober-Roden - 55 Unfälle mit zehn Schwerverletzten registrierte die Polizei seit 2010 an den Einmündungen der B 45-Auffahrten auf die B 459. Jetzt sollen Ampeln die Straße nach Eppertshausen sicherer machen. Hessen Mobil beginnt am Montag mit den Bauarbeiten. Von Michael Löw 

Autofahrer, die zwischen Ober-Roden und Eppertshausen von der B 45 auf die B 459 (oder umgekehrt) einbiegen wollen, steuern immer wieder in gefährliche Situationen: Auf den Rampen von der Schnellstraße runter staut sich der Verkehr. Lkw mit Ziel Eppertshausen versperren jenen Pkw-Fahrern, die nach Ober-Roden wollen, die Sicht auf die vorfahrtsberechtigte B 459. Die einen tasten sich vorsichtig nach vorne, andere legen einen Blitzstart hin - eines so riskant wie das andere. 55 mal hat es zwischen 2010 und diesem Sommer an den Einmündungen gekracht. An der Nordabfahrt, also der aus Richtung Rodgau, zählte die Polizei 26 Unfälle mit sechs Schwer- und 23 Leichtverletzten. Auf der Südseite gab"s 29 Unfälle mit vier Schwer- und 15 Leichtverletzten. Der Sachschaden dürfte in die Hunderttausende gehen. Meist waren Abbiege- oder Vorfahrtsfehler die Ursache, sagte Thomas Eck, der stellvertretende Leiter der Polizeistation Dietzenbach, gegenüber unserer Zeitung. Bei elf Unfällen kamen Alkohol oder Drogen dazu.

Die Einmündungen der B 45-Zubringer auf die B 459 gelten nun also von Amts wegen als gefährlich. Die so genannte „Unfallpunktekommission“ (Straßenverkehrsamt des Kreises, die Polizei, Hessen Mobil und die Stadt) empfahl Ampeln an beiden Rampen. Hessen Mobil will die Anlagen von Montag, 26. September, bis zum 14. Oktober installieren lassen. Während der Bauarbeiten gilt dort eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern.

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Auch der B 45-Anschluss Urberach wird nächste Woche zu einem Engpass. Hessen Mobil erneuert auf einer Länge von vier Kilometern den Asphalt in Fahrtrichtung Hanau. Die Anschlussstelle Urberach wird vom 26. bis zum 28. September gesperrt, denn die verbleibende Rest-Fahrbahn wäre zu schmal für den fließenden Verkehr. Die Stadt bittet Autofahrer, die Anschlussstelle Ober-Roden/Eppertshausen zu nutzen. Nach Auskunft von Hessen Mobil kann die Schnellstraße Mitte Dezember wieder in voller Breite befahren werden. Dann ist die Sanierung zu Ende.

Quelle: op-online.de

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