Wohnheim mit 18 Plätzen kostet 2,67 Millionen Euro

Behindertenhilfe beginnt mit Bau

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Der Neubau der Behindertenhilfe in der Erikastraße nimmt Gestalt an. Am 26. Februar ist Grundsteinlegung für das „Wilhelm-Thomin-Haus“ - benannt nach dem einstigen Kreissozialdezernenten und Gründungsvorsitzenden des Vereins.

Ober-Roden - Mit knapp einjähriger Verspätung hat die Behindertenhilfe den Bau ihres Wohnheims in Angriff genommen. Auf einem früheren Kirchengrundstück im Breidert entstehen 18 Plätze für Menschen mit geistigem Handicap. Einziehen sollen vor allem ältere Behinderte. Von Michael Löw 

In der Erikastraße rollen seit Tagen die Betonlaster. Die Behindertenhilfe für Stadt und Kreis Offenbach baut ein Wohnheim mit 18 Einzelzimmern und Ein-Personen-Appartements, zwei behindertengerechten Pflegebädern und zwei Extrazimmern für die Kurzzeitpflege. Das Haus ist barrierefrei, hat einen Aufzug und eine Gesamtwohnfläche von 1 250 Quadratmetern. Der Rohbau soll im April stehen.

„Im ersten Quartal 2017 ist unser neues Wohnhaus einzugsbereit“, sagte Behindertenhilfe-Geschäftsführer Jürgen Großer bei einer Baustellenbesichtigung. Die zentrale Lage mit Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten in Gehweite war ein Argument, das für das knapp 1 700 Quadratmeter große Grundstück zwischen Erikastraße und Azaleenweg sprach. Das war jahrzehntelang als Standort eines zweiten evangelischen Gemeindezentrums vorgesehen, wurde aber fast genau so lang als Spiel- und Bolzplatz genutzt. 500 Quadratmeter bleiben immer noch zum Toben für die Kinder aus dem Breidert. Das Wohnheim kostet 2,67 Millionen Euro. Der Landeswohlfahrtsverband steuert den größten Teil bei - nämlich 1,48 Millionen Euro. 500.000 Euro davon sind ein Zuschuss. Das Hessische Sozialministerium unterstützt das Projekt mit 290.000 Euro, den Rest bringt die Behindertenhilfe auf.

Einziehen sollen Menschen mit geistiger Behinderung, die 50 Jahre und älter sind. Großer: „Unser Ziel ist es, Menschen auch im fortgeschrittenen Alter ein weitgehend selbständiges Leben zu ermöglichen.“ Die Lage mitten in einem gewachsenen Wohngebiet helfe dabei. Zwölf der künftigen Bewohner leben bisher in Langen, sechs in Dietzenbach. Dort gibt es nur Doppelzimmer, der Neubau mit seinen Einzelzimmern soll den geistig Behinderten mehr Privatsphäre garantieren. Der symbolische Grundstein wird am Freitag, 26. Februar, um 11 Uhr gelegt. Namenspatron ist Wilhelm Thomin, der frühere Kreissozialdezernent und der erste 1. Vorsitzende der Behindertenhilfe.

Bilder: Kalender aus Rödermark

Quelle: op-online.de

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