„Edelvoices“ und Solisten aus Minsk singen für Waisenkinder

Benefizkonzert macht Namen Ehre

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Pianistin und Altistin Irina Yafiimova und Sopranistin Alla Lukaszewicz von der Bolschoi-Oper in Minsk begeisterten die Zuhörer in der fast ausverkauften Gallus-Kirche. 

Urberach - Ein Benefizkonzert mit internationaler Besetzung brachte 2 000 Euro für Waisenkinder in Weißrussland. Die „Edelvoices“ der Sängerlust Edelweiß traten mit Solisten der Bolschoi-Oper Minsk auf.

Wieder einmal verzauberten Stimmen und Klänge weißrussischer Künstler die Konzertgänger in Rödermark: Die schon zur lieben Tradition gewordenen Gäste der Bolschoi-Oper Minsk sangen in diesem Jahr in der Gallus-Kirche. Die „Edelvoices“, der gemischte Chor der Sängervereinigung Sängerlust Edelweiß, hatte ein großes Benefizkonzert organisiert. „Eine Zeit der Besinnung in der Kirche St. Gallus zu verbringen und gleichzeitig ein wichtiges Projekt für Waisenkinder und Kinder, deren Eltern sie nicht betreuen können, in Weißrussland zu unterstützen, das war der Anlass“, erläuterte Chor-Sprecherin Britta Graf. Auch Pfarrer Klaus Gaebler begrüßte die Gäste in seiner fast ausverkauften Kirche: „Natürlich würden wir uns wünschen, unsere Kirche wäre jeden Sonntag so voll!“ Ein besonders herzliches Willkommen galt den bekannten Solisten aus Weißrussland: dem Bariton Andrej Morozow und der Pianistin und Altistin Irina Yafimova. Mit ihnen sang erstmals die Sopranistin Alla Lukaszewicz mit ihrem ganz ungewöhnlichen Klangvolumen und einer unglaublich reinen Stimme.

Mit dem Ruf „Freue Dich Welt, Dein König naht“, „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Hoch tut Euch auf Ihr Tore der Welt“ eröffnete der Urberacher Chor unter der Leitung von Musikdirektor Wilhelm Jünger das Konzert. Im zweiten Teil begeisterte er mit internationalen adventlichen und weihnachtlichen Melodien, überwiegend Gospels. Zum Schluss sang er auch gemeinsam mit den Gästen und den Zuhörern.

Dazwischen faszinierten die weißrussischen Gäste mit Weisen aus ihrer Heimat und internationalen Melodien, so etwa dem Schubert"schen „Ave Maria“, berührend schön dargeboten von Alla Lakaszewicz. Irina Yafimova, die den Chor am Klavier begleitete, spielte das Lied „Dezember“, und Andrej Morozow ließ mit „Panis Angelicus“ so manche Gänsehaut über die Rücken der Zuhörer rieseln. In einem Duett zeigten die Solistinnen, dass Irina Yafimova nicht nur herausragend Klavier spielen kann, sondern auch eine wunderschöne Altstimme hat.

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Der große Dank von Publikum und Chor galt Irene Knab, die wieder einmal die weißrussischen Künstler zu Gast hat und bei der Organisation des Konzertes mitgeholfen hat. Sie hatte vor vielen Jahren die Kontakte geschaffen. Ihre stete Sorge gilt den Kindern in einem Minsker Waisenhaus, und ihr gelingt es alle Jahre, die Künstler für den guten Zweck zu begeistern und nach Deutschland zu holen, wo sie bei ihr wohnen.

„Die Edelvoices wollen dieses Engagement gerne unterstützen“, sagte Britta Graf. „Unser Konzert war erfolgreich, und wir freuen uns, dass wir in den nächsten Tagen an Irene Knab eine stattliche Summe für die Kinder in Minsk übergeben können. 381 Gäste haben unser Konzert besucht. Bereits im Vorfeld hatten wir festgelegt, dass von jeder verkauften Karte fünf Euro an das Kinderheim in Minsk gehen, also ein Betrag von 1 905 Euro, den die „Edelvoices“ auf 2 000 Euro aufrunden.“

Nach so viel feierlich-anrührender Stimmung gingen die Zuhörer wie auch die Gäste anschließend gut gelaunt über die Straße zum Nikolausmarkt weiter. Die Idee, die Solokonzerte der weißrussischen Künstler gemeinsam mit einem heimischen Chor in eine Kirche zu verlegen, war eine gelungene Premiere.

chz

Quelle: op-online.de

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