Teilnehmer ringen nicht nur den inneren Schweinehund nieder

Duathlon: Bewährung auf der Crosspiste

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Erster Stadtrat Jörg Rotter (links) gab den Start mit ordentlich Krach aus der Presslufthupe frei. 59 Einzelstarter und neun Staffeln gingen bei der fünften Auflage des Radsport360 Cross-Duathlons auf die Strecke.

Urberach - Laufen, Radfahren, wieder laufen und vor allem: den inneren Schweinehund besiegen. Der Cross-Duathlon rund um die Bulau ist immer wieder eine Herausforderung für Mensch und Material.

In Sachen Wetter legten die Organisatoren des Radsport360 Cross-Duathlons eine ziemliche Punktlandung hin. Nach einem verregneten Vormittag hatten die Niederschläge am Samstag pünktlich zum Start um 14 Uhr aufgehört. Zeitweise kam für die insgesamt 59 Einzelstarter und neun Staffeln sogar die Sonne raus. Der starke Regen zuvor machte den Organisatoren dennoch das Leben schwer. Normalerweise arbeiten die Helfer bei den Markierungen überwiegend mit biologisch abbaubarer Sportplatzkreide. Da die aber durch den Regen nicht überall zum Einsatz kommen konnte, musste mit weiteren Schildern gearbeitet werden. Außerdem heuerte man zusätzliche Streckenposten an, berichtete Andreas Kropp, der Zweite Vorsitzende des VfL Münster.

Die Münsterer hatten bei der fünften Auflage des Duathlons erstmals die Organisation übernommen. Veranstalter Andreas Hunkel, der ganz in der Nähe des Starts in der Adam-Opel-Straße ein Radsportgeschäft betreibt, hatte den Duathlon zuvor gemeinsam mit einem professionellen Rennveranstalter organisiert. Da er aber mit dem VfL ohnehin zusammen arbeitet und unter anderem Sponsor der Jugendabteilung ist, war eine Kooperation mit den Münsterern nahe liegend. Die VfL-Mitglieder, die unter anderem jährlich den Moret-Triathlon organisieren, konnten somit ihre Erfahrungen einfließen lassen. 50 Helfer, so berichtete Andreas Kropp, waren insgesamt dabei. Den Großteil stellte der VfL, außerdem waren noch Freunde von Andreas Hunkel im Einsatz.

Von der Start- und Wechselzone an der Adam-Opel-Straße ging es auf Feld- und Waldwegen in Richtung Bulau auf die zwei angebotenen Strecken. Neben dem Einsteiger-Wettbewerb (zwei Kilometer Laufen - 16 Kilometer Rad - zwei Kilometer Laufen) war auch noch die Sprintdistanz (3,5 - 32 - zwei Kilometer) im Angebot. Viele Einsteiger nutzten die Veranstaltung. So feierte etwa Martin Schallmayer aus Ober-Roden, der immerhin Elfter wurde, seine Duathlon-Premiere. Mit Freunden geht er regelmäßig laufen, da kam die Idee auf, auch mal einen Duathlon in Angriff zu nehmen. Auch eine Teilnahme an einem Triathlon könnte ihn für die Zukunft durchaus mal reizen, berichtete Schallmayer, den die Familie im Ziel erwartete.

Bilder aus dem Jahr 2014:

Oliver Schneider aus Hanau absolvierte ebenfalls seinen ersten Duathlon. Als er bei Andreas Hunkel ein Rad kaufte, war er auf den Duathlon aufmerksam gemacht worden. Die Strecke hatte er ein paar Tage zuvor schon einmal getestet. Große Ambitionen hatte er keine. „Ich will einfach nur ins Ziel kommen“, meinte Schneider vor dem Start. Das gelang als 13. gut. Der Sieg bei den Einsteigern ging an Frank Meyer von der SKG Sprendlingen, auf der Sprintdistanz belegte Steffen Rupp (ASC Darmstadt) Rang eins. Den Staffelwettbewerb entschied das Team Drahtesel Lützelbach für sich.

Bereits am Vormittag hatte es zusätzlich zum Cross-Duathlon erstmals auch ein Mountainbikerennen rund um die Bulau gegeben. Da hatten die Fahrer, die die Duathlonstrecke in entgegengesetzter Richtung fuhren, noch mit dem Regen zu kämpfen. „Man hat uns nicht mehr ganz so gut erkannt“, scherzte Sieger Sascha Starker nach der matschigen Angelegenheit. Mit dem Rennen knüpfte Andreas Hunkel an frühere Zeiten an. „In den neunziger Jahren gab es auf der Bulau schon einmal Mountainbikerennen mit namhaften Fahrern. Wir würden das Mountainbikerennen gerne etablieren“, berichtete Hunkel, der in seinem Laden zeitgleich ein „Testival“ veranstaltete.

ey

Quelle: op-online.de

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