Anwohner klagen über zugeparkte Kreuzung

„Bienengarten ist Rödermarks Musterländle“

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Ein Blick auf die Karte, und dann begann die Sicherheitsbegehung im Westen und Südwesten von Urberach. Die Wohngebiete erwiesen sich als ungewöhnlich „aufgeräumt“.

Urberach - 1998 initiierte Klaus Neumann die erste Sicherheitsbegehung durch das Urberacher Taubhaus. Bürger schauten mit Ordnungsamt und Polizei nach Ecken, in denen die Leute ein mulmiges Gefühl beschleicht.

Seither finden zwei- bis dreimal im Jahr solche Rundgänge statt - meist in den Abendstunden, um Gefahrenpunkte in Sachen Beleuchtung oder Stolperstellen zu erkennen und die Meldungen an zuständige Stellen weiterzugeben. „Nur hier im Bienengarten waren wir in der ganzen Zeit noch nie“, wunderten sich Manfred Pauschert, Fachbereichsleiter für öffentliche Sicherheit und Ordnung, und Sachbearbeiter Günther Braun.

Was skurril aussieht, ist nur ein optisches Phänomen: Dieser schräge Pfosten ist keineswegs Opfer des geparkten Wagens geworden, aber dennoch einer der ganz wenigen Beanstandungspunkte.

Doch es sollte der Gruppe, der sich auch Horst Hyland und Wolfgang Schaefer vom Verein „Bürger für Sicherheit“ sowie Joachim Baucke, der stellvertretende Leiter der Polizeidienststelle Dietzenbach, angeschlossen hatte, bald klar werden, warum: „Hier gibt es nichts zu beanstanden! Hier ist das absolute Musterländle!“ Gerd Zausch, einer der wenigen begleitenden Bürger, sah dies etwas anders und monierte die stets zugeparkte Kreuzung Ameisenheckenweg/Bienengarten und zu hohe Geschwindigkeiten. Die sind ausschließlich den Bienengarten-Bewohnern anzulasten, da sich sonst kaum jemand in diesen abgelegenen Ortsteil verirrt.

Darüberhinaus gab es kaum Anlass zur Kritik. Gepflegte Wohngegend und keine großen Sorgen - so ähnlich zeigte der Urberacher Westen sich auch zwischen Kinzigstraße, Taubhaus und Friedhof, sodass die Liste der Unzulänglichkeiten gerade acht Punkte umfasste: zwei erneuerungsbedürftige Straßenschilder, zwei lose Platten sowie einige überhängende Hecken, um die sich das Ordnungsamt kümmert und die Besitzer anschreibt. So blieb Zeit, das ungewöhnliche Grab eines Zigeunerchefs, idyllische Weihnachtsbeleuchtung, eine zimmergroße Voliere in einem adventlich geschmückten Haus und einen leuchtenden Hund zu genießen.

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chz

Quelle: op-online.de

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