Steiger warnt nach Brexit vor „Verbalradikalismus“

Briten weiter als Partner behandeln

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Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU, Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble und Werner M. Bahlsen, Präsident des Wirtschaftsrates (von links) begrüßten in Berlin mehr als 3 200 Gäste aus Unternehmen, Wissenschaft und Politik.

Berlin/Rödermark - Rödermark hat in Berlin eine Stimme, auf die man gerne hört. Wolfgang Steiger, früherer CDU-Kreisvorsitzender aus Urberach, organisiert in der Hauptstadt als Generalsekretär des Wirtschaftsrats Deutschland der CDU die größte Veranstaltung dieser Art in der deutschen Wirtschaft – den Wirtschaftstag des Wirtschaftsrates.

Einmal im Jahr strahlt deshalb ein wenig Hauptstadtglanz nach Rödermark. Das Treffen der Mächtigen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft erlebte diesmal mit mehr als 3200 Gästen und über 300 Journalisten einen Teilnehmerrekord. Das Motto der Veranstaltung hätte aktueller nicht sein können: „Europa in der Zeitenwende.“ Unter diesem Leitwort diskutierten hochrangige Gäste wie Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, der ehemalige Staatspräsident Frankreichs Nicolas Sarkozy und Deutsche-Bank-Chef John Cryan die Herausforderungen für den europäischen Kontinent in stürmischen Zeiten.

Die Zukunft Europas, die Chancen der Digitalisierung, die Eckpunkte einer wettbewerbsfähigen Energiepolitik, die Erfordernisse der Mobilität von morgen, Antworten auf Flüchtlingsmigration sowie demografischer Wandel waren die Kernthemen der Großveranstaltung. Ein wichtiges Fazit: Freiheit, Soziale Marktwirtschaft und offene Binnenmärkte sind Grundvoraussetzungen für den Erhalt von Wohlstand, Arbeitsplätzen und demokratischen Errungenschaften auf dem europäischen Kontinent.

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Im Nachgang der Veranstaltung warnte Wolfgang Steiger auf Anfrage unserer Zeitung zum Brexit-Votum vor einem „Verbalradikalismus gegen die Briten“. Dieser schade uns selbst. „Wir warnen auch vor überzogenen Verhandlungspositionen Brüssels gegenüber Großbritannien. Die Briten müssen auch im Trennungsprozess partnerschaftlich behandelt werden.“ Die britische Volkswirtschaft sei „eng mit Europa verbunden und zudem eine wichtige Brücke über den Atlantik“. Die deutsche Wirtschaft brauche jetzt schnell Gewissheit über die Rahmenbedingungen im Außenhandel mit britischen Unternehmen und über die Auswirkungen auf den Finanzplatz Frankfurt. (bp)

Quelle: op-online.de

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