Urberach und Tramin feiern 40 Jahre Verschwisterung

Brückenfest: Drei Tage volles Programm im Park am Entenweiher

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Der Park am Entenweiher ist der Schauplatz für das vierte Brückenfest.

Urberach - Der Park am Entenweiher ist ab heute Abend Schauplatz des vierten Brückenfestes. Unter der Regie der Stadt steuern 50 Teilnehmer ihren Teil zu einem proppenvollen Programm bei. Gefeiert wird bis Sonntag unter freiem Himmel.

Aller Anfang ist - zumindest beim Brückenfest - leise. Das Alternative Zentrum (AZ) hat zum Auftakt am Freitagabend das „Wanderkino“ nach Urberach geholt. Ein Uralt-Feuerwehrauto dient ab 21.30 Uhr als Leinwand für Stummfilme der unterschiedlichsten Genres. Die passende Musik machen Gunthard Stephan (Violine) und Tobias Rank (Klavier). Für Getränke und Sitzgelegenheiten sorgt das AZ. „Man hat’s allerdings bequemer, wenn man sich seine Camping- oder Liegestühle selbst mit in den Park bringt“, rät AZ-Vorsitzender Lothar Rickert. Der Eintritt ist frei. Das gilt übrigens fürs gesamte Brückenfest und ist der Sparkasse Dieburg zu verdanken.

Das Musikprogramm am Samstag (18 bis 22 Uhr) schlägt die Brücke von Rödermark zum Balkan und zum Bosporus. Der Balkan-Beat-Express rattert ungebremst über Deutschlands Bühnenbretter, und das „Absinto Orkestra“ ist seit mehr als zehn Jahren eine der Lokomotiven. Inspiriert von den Rhythmen osteuropäischer Hochzeitskapellen erzählen fünf Musiker ihre ganz eigene Geschichte: Von der Liebe des Geigers zur Klassik, von der Django Reinhardt-Passion des Gitarristen, von der russischen Heimat des Mannes am Kontrabass, von den südafrikanischen Straßenmusiker-Jahren des Trommlers und von den bessarabischen Wurzeln des singenden Mandolinenspielers.

Das Darmstädter Quartett „Besidos“ plündert ungeniert die Musikgeschichte, geht dabei aber eher mit dem Seziermesser als mit dem Holzhammer zu Werke. Es unterzieht die ausgewählten Stücke einer Balkan-Gypsie-Pop-Kur. Wiederum leise, mit einem Lichterfest, endet der zweite Brückenfest-Tag. Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Partnerschaft zwischen Urberach und Tramin an der Weinstraße. Die jährt sich zum 40. Mal. Ab 11 Uhr spielt die Bürgerkapelle aus der Südtiroler Partnergemeinde zum Frühschoppen. Um 12 Uhr pflanzen beide Bürgermeister einen Ginkgobaum zur Erinnerung. Die Traminer Delegation ist 60 Personen stark.

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Sowohl hessisch als auch international ist das Musikprogramm nach der Verschwisterungsfeier: Rainer Weisbecker, die „Rodauschiffer“, „Saitensprung“ sowie internationale Ensemble des Deutsch-türkischen Freundschaftsvereins und der Musikschule. Das „Nomadic Orchestra“ aus Kapstadt/Südafrika ist erstmals in Europa unterwegs und setzt gegen 16.30 Uhr den Schlusspunkt des Brückenfestes. Die fünf Jungs beschreiben sich selbst als eine Afro-Balkan-Brass-Dance-Band. Sie sind zur Zeit auf Tour, ihre Show legt ein flottes Tempo mit Ska, Polka, Afro-Balkan-Brass und World-Music-Grooves vor. Ebenso international wie die Musik ist die Speisekarte mit Gerichten aus aller Herren Länder. Außerdem verkaufen die Urberacher Apfelweinmacher André Lang und Tim Lotz nicht nur ihr Hauptprodukt, sondern auch Wildbratwurst, Zeppelin-Bier und Hochprozentiges. (lö)

Quelle: op-online.de

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