Modifizierter Park am Entenweiher

Brückenfest: Die Generalprobe ist geglückt

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Das Alternative Zentrum verschaffte mit dem Leipziger Wanderkino einen wunderbaren Einstieg ins Brückenfest: herzerfrischende Stummfilme mit Life-Musik auf den Resten der vertrockneten Wiese am Entenweiher.

Urberach - Heiße Sommertage und laue Nächte, babylonisches Sprachgewirr und gleich daneben rund um den Entenweiher ganz stille Ecken, kostenlos und draußen: Nicht oft konnte man in Rödermark bislang drei Tage so angenehm abwechslungsreich und im Bedarfsfall absolut kostenlos erleben wie am vergangenen Wochenende.

Das Brückenfest war einfach schön. Das wird jeder bestätigen, der dabei war. Dabei störten auch kleinere Programmänderungen, zeitliche Verschiebungen und gelegentliche Regenschauer nicht. Ein ausgesprochenes Vergnügen war bereits die stimmungsvolle Eröffnung mit Buster Keaton, Charlie Chaplin und Co. Das Leipziger Wanderkino mit Stummfilmklassiker und dazu Life-Musik. Tobias Rank am Piano und Gunthard Stephan an der Violine und die Filme brachten schon gleich zu Beginn teils über 90-jährige Bewohner der angrenzenden Seniorenwohnanlagen und die Jüngsten aus dem Seewaldgebiet zusammen. Überraschenderweise hatten alle ihren großen Spaß daran, auch die Jungen, die in dieser Welt des Sich-Hineindenkens in einen Film absolut nicht groß geworden sind. Schmunzeln ließ diese verstaubte, aber zauberhafte Filmvergangenheit, mitten im passenden Ambiente, mit Popcorn dank der Kita Zwickauer Straße und mit am Horizont langsam aufflackernden Blitzen am Himmel. Ein wirklich schönes Geschenk des AZ an Rödermarks Bürger, wie auch alle anderen kulturellen Programmpunkte.

Was störten schon ein paar kurze Regenschauer? Sie erfrischten allenfalls an diesem heißen Tag.

Dass eine gute Lösung gefunden wurde für das vor kurzem noch so heiß diskutierten Problem der Parköffnung für mehr Feste und Feiern, zeigte sich spätestens am Samstagnachmittag, als Bürgermeister Roland Kern und Erster Stadtrat Jörg Rotter im Beisein von Landrat Oliver Quilling die neue „mobile Parkbühne“ einweihten. Möglich gemacht hat dies eine fünfstellige Spende der Sparkasse Dieburg, die unter anderem durch Vorstand Hans-Peter Schmücker vertreten war. Nicht das große flexible (und auch von den Bürgern auszuleihende) Zelt begründet die Kosten, sondern die Einebnung des Geländes und die Technik. Die Fläche kann übrigens – wenn nicht gefeiert wird – als Spielfeld für Schach und ähnliches genutzt werden.

Brückenfest am Urberacher Entenweiher: Neue Motive

Das Absinto Orkestra brachte den Park am Entenweiher mit schwungvoller Musik von Balkan-Rock bis Klezmer ins Grooven.

Für die Konzerte wurde beim Parkfest diesmal hauptsächlich die schon bekannte mobile Sparkassen-Bühne genutzt. Am Samstagabend gastierte dort das Absinto Orkestra, wenig später das Darmstädter Quartett „Die besidos“, die selbst während der kurzen Regenschauer ihr Publikum von ganz jung bis gut gereift zum Ausharren brachten. Balkan-Pop, Klezmer-Anklänge, erfrischend und spritzig – und kurz davor noch internationale Keyboardmusik, Hypnoseshow und türkische Tänze auf der gleichen Bühne – Festival-Charakter vom Feinsten. Mit unzähligen Lichtern endete der Samstag im Park am Entenweiher und bescherte Vorfreude auf den Sonntag, an dem die Verschwisterung mit Rödermarks Partergemeinde Tramin im Mittelpunkt stand und das Zusammentreffen von Hessisch, Südtirolerisch und vieler weiterer Kulturräume versprach.

chz

Quelle: op-online.de

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