Bürgermeisterwahl in Rödermark

FDP kürt Tobias Kruger zum Kandidaten

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Tobias Kruger warf gestern den gelb-blauen Hut in den Ring: Er will Rödermarks Bürgermeister werden, wenn Roland Kern 2017 in den Ruhestand geht.

Rödermark - Die FDP hat ihren Partei- und Fraktionsvorsitzenden Tobias Kruger als Kandidaten für die Bürgermeisterwahl nominiert. Der 37-Jährige hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „Stichwahl. Und ab dann sind alle Tore offen!“ Von Michael Löw 

Nach SPD und Anderer Liste hat gestern auch die FDP ihren Bürgermeisterkandidaten vorgestellt. Die Wahl fiel wenig überraschend auf Tobias Kruger, der trotz seiner erst 37 Jahre einer der dienstältesten Stadtverordneten ist. Das sei aber nur einer der Gründe gewesen, warum die Liberalen ihren Partei- und Fraktionsvvorsitzenden als den besten Nachfolger von Roland Kern sehen, dessen zweite Amtszeit am 31. Mai 2017 endet. Fraktions-Vize Dr. Rüdiger Werner führte als weiteres Argument Führungsqualitäten an: „Tobias Kruger kann die Verwaltung besser leiten als das die bisherigen Hauptamtlichen tun.“

Die FDP orientiert sich an ihren Seligenstädter Parteifreunden: Dr. Daniell Bastian gewann die Bürgermeisterwahl am 26. Juli 2015. In Rödermark, so Werner, könnte das funktionieren, wenn jene 20 Prozent der Bürger, die bei der Kommunalwahl Anfang März FDP oder FWR gewählt haben, ihr Kreuz nächstes Jahr hinter Tobias Kruger machen, und es ihnen potenzielle CDU-Wähler gleichtun, die mit der schwarz-grünen Koalition unzufrieden sind. Werner: „Denn Tobias Kruger ist der Vertreter des bürgerlichen Lagers!“

Ein Bürgermeister Tobias Kruger will eigenem Bekunden zufolge das Heft des Handelns wieder in die Hand nehmen: „In den letzten Jahren hat die Stadt immer nur reagiert. Angepackt wurde nur, was sich nicht vermeiden oder aussitzen ließ.“ Als Beispiele nannte er drei Lieblingsthemen der FDP: neue Wohn- und Gewerbegebiete, effizientere Wirtschaftsförderung und das schnelle Internet.

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Im Gegensatz zum SPD-Kandidaten Samuel Diekmann lehnt Kruger aber die Bebauung der „Grünen Mitte“ ab. Doch alleine mit innerörtlicher Nachverdichtung wie den 150 Wohnungen auf dem Hitzel & Beck-Gelände oder den knapp 100 Wohnungen am „Paramount-Park“ schaffe Rödermark nicht den Platz für knapp 2 000 Neubürger, die der Regionalverband bis 2030 als Zuzug erwartet.

Tobias Kruger sieht sich als Rödermarks ersten Multi-Kulti-Bürgermeisterkandidaten. Denn er besitzt sowohl die deutsche, schweizer und französische Staatsbürgerschaft. Von allen will er das Beste einbringen: die Gründlichkeit der Deutschen, die Präzision der Schweizer und das Savoir-vivre, das Zu-leben-verstehen der Franzosen. Tobias Kruger ist nach Wolfgang Bieneck, Manfred Rädlein und Hans Gensert der vierte FDP-Kandidat bei der fünften Direktwahl des Rödermärker Bürgermeisters. Seine Ziele: erst die Stichwahl, dann dem Seligenstädter Beispiel folgen.

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Quelle: op-online.de

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