„Tatkraft, Herz und Erfahrung“

Bürgermeisterwahl: CDU nominiert Carsten Helfmann

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Die Stadtverbandsvorsitzende Patricia Lips sprach nach der Nominierung von einem „grandiosen Ergebnis“ für Carsten Helfmann (links). Jörg Rotter war einer der ersten Gratulanten. 

Rödermark - 66 der 71 anwesenden Mitglieder der CDU Rödermark stimmten dem Vorschlag des Vorstandes zu und machten Carsten Helfmann zu ihrem Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 5. Februar.

Der 43-Jährige, der derzeit noch Rathauschef in Eppertshausen ist, erhielt beim Nominierungsparteitag im Foyer der Kulturhalle in geheimer Wahl drei Gegenstimmen. Zwei Mitglieder enthielten sich. 99 Tage vor der Wahl versprach Helfmann einen „aktiven Wahlkampf“, in dem er mit harter Arbeit unter anderem auch jene Mitglieder überzeugen will, die am Freitag nicht für ihn stimmten. „Ich kann in Eppertshausen auf eine anstrengende, aber sehr abwechslungsreiche und erfolgreiche Zeit zurückblicken. Diese Erfahrungen würde ich gerne für ein aufstrebendes und prosperierendes Rödermark einbringen“, gab sich Helfmann, der 2002 im Alter von 28 Jahren zum Bürgermeister seiner Heimatgemeinde gewählt worden war und nun in der Nachbarkommune eine neue Herausforderung sucht, selbstbewusst.

Als Beleg seiner Erfolge in Eppertshausen nannte Helfmann die Entwicklung der Haushaltszahlen. Der Kassenbestand von 500 000 Euro, den er bei seinem Amtsantritt vorfand, habe sich trotz vieler Investitionen und hoher sozialer Leistungen mittlerweile mehr als verzehnfacht. 2017 will Eppertshausen einen Haushaltsüberschuss von 1,5 Millionen Euro erwirtschaften. Zu verdanken habe man diese Entwicklung vor allem einer deutlichen Steigerung der Gewerbesteuereinnahmen, so Helfmann.

Dadurch hätten viele freiwillige Leistungen der Kommune ausgeweitet werden können. Während sich in Eppertshausen seit 2006 die Gewerbesteuereinnahmen von 145 Euro pro Kopf auf 350 Euro sehr deutlich erhöht hätten, seien sie im gleichen Zeitraum in Rödermark von 280 Euro pro Kopf auf 275 gesunken. „Hier gilt es an alte Zeiten der achtziger und neunziger Jahre wieder anzuknüpfen“, meinte Helfmann, dessen Name in Eppertshausen eng mit dem Gewerbegebiet Park 45 verbunden ist. In den kommenden Wochen will Helfmann, dessen Chancen nach dem Rückzug von AL-Kandidat Karl Schäfer sicher nicht gesunken sind, verstärkt das Gespräch mit den Bürgern suchen.

Die Stadtverbandsvorsitzende Patricia Lips sprach nach der Nominierung von einem „grandiosen Ergebnis“. Lips hatte für den Vorstand noch einmal begründet, warum die Wahl auf Carsten Helfmann gefallen war. Er vereine „Tatkraft, Herz und Erfahrung“, meinte Lips, die – wenig überraschend – viel Lob folgen ließ. Nur ein paar Beispiele: Der Kandidat sei fleißig, kommunikativ und zielstrebig, verfüge über einen hohen wirtschaftlichen Sachverstand, sei Motor und Impulsgeber und überzeuge auch durch sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement.

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Erster Stadtrat Jörg Rotter war am Freitag der erste Gratulant Helfmanns. Rotter hatte im Laufe der Versammlung noch einmal betont, dass sein gesundheitsbedingter Verzicht auf die Bürgermeisterkandidatur die richtige Entscheidung gewesen sei, auch wenn er damit manch einen enttäuscht habe. „Kein Amt kann wichtiger sein als die eigene Gesundheit“, meinte Rotter. Die Entscheidung zum Verzicht auf die Kandidatur sei er seiner jungen Familie („Der wertvollste Schatz, den ich habe“) schuldig gewesen. Für den Fall einer Wahl Helfmanns werde er mit dem Kollegen an der Spitze der Verwaltung „ein tolles Team“ bilden, blickte Rotter zuversichtlich voraus. Beim Tagesordnungspunkt „Aussprache“ nach Carsten Helfmanns Vorstellungsrede hatten sich auch Maria Becht, Gerdi Ziegler, Hugo Graf und Alexander Sturm zu Wort gemeldet, die den Kandidaten in den höchsten Tönen lobten. (ey)

Quelle: op-online.de

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