142 Plätze müssen zur Verfügung gestellt werden

Debatte zur Schulkindbetreuung

Urberach - Für die Hort- und Schulkindbetreuung werden in Urberach 142 Plätze benötigt. Diese Zahl nannte Erster Stadtrat Jörg Rotter im Sozialausschuss. Ob die Plätze alle angeboten werden können, sei derzeit noch offen.

„Wir arbeiten daran. Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen“, versicherte Rotter. In Rödermark brennt das Thema Schulkindbetreuung den Eltern besonders unter den Nägeln, seit der Förderverein der Schule an den Linden angekündigt hatte, sich spätestens bis Schuljahresende aus dieser Aufgabe zurückzuziehen. Im Sozialausschuss listete Rotter in einem Tätigkeitsbericht alle Treffen und Initiativen auf, die es seit Ende Januar deswegen gegeben hat. Insgesamt gab es fast 20 Anlässe, zu denen sich mit dem Thema befasst wurde. Rotter reagierte mit seinem detaillierten Bericht auf eine Anfrage der SPD.

Unter anderem erwähnte der Erste Stadtrat ein Info-Schreiben an alle Eltern, deren Kinder die Schulkindbetreuung an der Schule an den Linden aktuell besuchen oder die ihr Kind zum Schuljahresbeginn 2015/2016 angemeldet haben. Darin sei am 24. März verdeutlicht worden, dass der Kreis Offenbach künftig die Trägerschaft für diese Aufgabe in einer noch zu gründenden gemeinnützigen GmbH übernehmen solle. Die Stadt werde zu den Betriebskosten beitragen.

Die Eltern wurden auch informiert, dass sich der Rahmen der zukünftigen Schulkinderbetreuung an Ober-Roden orientiere. In Zukunft sind Betreuungszeiten bis 15 und bis 17 Uhr, freitags bis 16 Uhr vorgesehen. Die Gebühren sind analog wie in der Trinkbornschule in Ober-Roden und den städtischen Horten (ab dem Schuljahr 2015/2016: 170 Euro für einen Platz bis 17 Uhr, 96 Euro für einen Platz bis 15 Uhr) zuzüglich Essenskosten. Den Eltern wurde auch verdeutlicht, dass die Stadt plant, Finanzmittel bereit zu stellen für ein Gebäude mit Versorgungsküche, Mensa und weiteren Betreuungsräumen.

Inzwischen hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, 1,3 Millionen Euro für den Neubau einer Mensa auf dem Gelände der Schule an den Linden bereitzuhalten. Fertigstellung soll zum Schuljahresbeginn 2016/2017 sein.

Die Bedarfszahl von 142 Plätzen steht noch unter dem Vorbehalt, dass die Daten von sechs dazu befragten Familien noch ausstehen. Warum ist derzeit noch fraglich, dass alle Plätze angeboten werden können? Zum Beispiel ist nicht klar, ob die Stadt das dafür erforderliche Personal überhaupt bekommt. „Wir brauchen drei zusätzliche Halbtagskräfte“, schilderte Rotter die Lage. Bei einem pädagogischen Tag am 4. Mai haben Kollegium und Betreuungskräfte einander kennen gelernt und die Themen für ein pädagogisches Startkonzept nach den Sommerferien abgestimmt. Rotter: „Es war eine sehr positive Aufbruchstimmung zu spüren.“

bp

Quelle: op-online.de

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